Unfallbilanz 2003: Alkolenker werden immer jünger
- Tödliche Unfälle meist von 18- bis 24-Jährigen ausgelöst
Die tödlichen Unfälle an den Wochenenden werden "fast ausschließlich" von Lenkern zwischen 18 und 24 Jahren verursacht. Das habe laut Kuratorium für Verkehrssicherheit die Unfallbilanz von Jänner bis November 2003 ergeben. Gefordert wird daher mehr Geld für die Überwachung in den Wochenend-Nächten geben. Innenminister Strasser erklärte dazu jedoch: "Die Kontrolldichte ist nicht mehr erhöhbar."
Strasser sagte, er wünsche sich nicht, dass in Österreich "hinter jedem Haus und hinter jedem Baum ein Polizist steht". Immerhin lebe man in einem "Rechtsstaat und nicht in einem Polizeistaat." Das Innenministerium will daher vor allem auf bewusstseinsbildende Maßnahmen setzen. Außerdem gebe es an den Wochenenden schon jetzt ausreichende Schwerpunkt-Kontrollen.
Die Untersuchung des Kuratoriums hatte ergeben, dass die Unfälle durch junge Alko-Lenker vor allem kurz nach Mitternacht bzw. in den frühen Morgenstunden passieren. Genau hier müssten die lebensrettenden Kontrollen der Exekutive ansetzen. Jeder fünfte Unfall-Lenker und jeder vierte -verursacher unter Alkoholeinfluss stamme aus der Gruppe der 18- bis 24-Jährigen. Besonders erschreckend sei die ansteigende Quote der Unfälle durch die jüngsten motorisierten Verkehrsteilnehmer: Die Gruppe der 16- bis 17-Jährigen sei noch nie häufiger in Alkoholunfälle im Straßenverkehr involviert gewesen als 2003.
Der Verkehrsclub Österreichs wiederum forderte am Donnerstag den Ausbau des Nachtbus-Netzes in den ländlichen Regionen. Österreich liege beim Unfallrisiko von Jugendlichen im Straßenverkehr in der EU "an schlechter 10. Stelle". Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahren werde bei einem Verkehrsunfall verletzt oder gar getötet. (apa)
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