Mittwoch, 11. Februar 2004

Bundeskriminalamt: Internet-Kinderpornoring aufgeflogen

  • Als Hauptverdächtiger gilt ein 38-jähriger Linzer
  • Auch zwei Personen in Niederösterreich und Tirol ausgeforscht

Einem international agierenden Internet-Kinderpornoring hat jetzt die Polizei das Handwerk gelegt. In Kooperation des Bundeskriminalamts (BK) in Wien mit deutschen Behörden wurden zahlreiche Verdächtige ausgeforscht und angezeigt. Als Hauptverdächtiger gilt ein 38-jähriger Linzer, zudem wurden in Niederösterreich und Tirol zwei weitere Personen als mögliche Mitglieder des Netzwerks ausgeforscht.

"Die Amtshandlung läuft seit Juli des Vorjahres", sagte Major Gerald Hesztera, Sprecher des Bundeskriminalamts, auf APA-Anfrage. Die Zahl der verdächtigen Österreicher belaufe sich derzeit auch acht, darunter der mutmaßliche Haupttäter aus Linz. Es sei allerdings durchaus möglich, dass manche der im Zuge der Ermittlungen aufgetauchten Namen Alias-Identitäten des 38-Jährigen seien, sich die Zahl der Verdächtigen sich daher noch deutlich verringern könne. Allerdings seien die Ermittlungen noch am Laufen, somit könnten noch weitere Verdächtige auftauchen. Näheres wollte Hesztera unter Hinweis auf kriminaltaktische Erwägungen nicht sagen.

Die dpa berichtete von insgesamt rund 100 Beschuldigten. Mittwoch früh seien zeitgleich die Wohnungen der Verdächtigen in elf deutschen Bundesländern sowie einigen europäischen Ländern durchsucht worden, teilte das Landeskriminalamt in Hannover mit. Dabei stellten die Ermittler unter anderem Computer und Dateien sicher. (apa)

11.2.2004 14:17