Mittwoch, 11. Februar 2004

"Nicht genügend": Österreichs Schüler sind frustriert

  • Schulklima und Beziehungen zu Lehrern nicht zufriedenstellend
  • Allein in Kärnten rund 11.000 "Fünfer" in Semesterzeugnissen

Österreichs Schülerinnen und Schüler sind in der Mehrzahl frustriert und sowohl mit dem Schulklima als auch mit den Beziehungen zu den Lehrern nicht zufrieden. Das erbrachte eine Umfrage des Klagenfurter Humaninstitutes. Durchgeführt wurde die Befragung angesichts der großen Anzahl an "Nicht genügend" in den Semesterzeugnissen, allein in Kärnten sind es rund 11.000.

Laut Umfrage beurteilten 51 Prozent der österreichweit insgesamt 800 befragten Schülerinnen und Schüler ihre "Befindlichkeit im Schulklima" mit "Nicht genügend". 21 Prozent werteten mit "Genügend", zwölf Prozent mit "Befriedigend" und nur neun Prozent mit "Gut" sowie sieben Prozent mit "Sehr gut".

Auch das Beziehungsklima zwischen Schülern und Lehrern kommt bei Österreichs Schuljugend nicht gut weg: 31 Prozent gaben hier die Note "Nicht genügend", 22 Prozent "Genügend", 19 Prozent ein "Befriedigend", 17 Prozent "Gut" und nur elf Prozent sehen ihr Verhältnis zu den Unterrichtenden als "Sehr gut" an.

Erfolg beziehungsweise Misserfolg haben allerdings einen starken Einfluss auf die Befindlichkeit der Schuljugend. 52 Prozent glauben, dass ihr Selbstbewusstsein durch Erfolg oder Misserfolg in der Schule "sehr viel" beeinflusst wird, 27 Prozent sehen hier einen "mittleren" Einfluss. 21 Prozent sind der Meinung, dass ihr Selbstbewusstsein durch positive oder negative schulische Leistungen "gar nicht" beeinflusst wird. (apa)

11.2.2004 10:15