Dienstag, 10. Februar 2004

Prozess gegen Ex-Fendrich-Manager vertagt: Austro-Popper muss aussagen!

  • Sänger ließ sich bei Verhandlung Mitte Februar entschuldigen

Wider Erwarten wurde der Steuer-Prozess gegen Fendrichs Ex-Manager Mitte Februar vertagt: Der Richter bestand auf der Aussage des Austropoppers, der nicht vor Gericht erschienen war.

Der Staatsanwalt will Fechters ehemaligen "Schützling" Fendrich als Zeuge vor Gericht hören. Der Sänger war zwar für die Verhandlung geladen, er hatte sich aber wegen eines Amerika-Aufenthaltes entschuldigt.

Ein Urteil gab es hingegen für den Zweitangeklagten, den Geschäftsführer der Agentur "Memphis Music" Wolfgang B. Er wurde wegen teils versuchter, teils vollendeter Abgabenhinterziehung - teilweise auch als Beteiligter - zu einer Geldstrafe von 180.000 Euro verurteilt. Sowohl Angeklagter als auch Staatsanwalt nahmen den Rechtsspruch an. Das Urteil ist daher rechtskräftig.

Mildernd wurden das umfassende reumütige Geständnis von Wolfgang B., die Unbescholtenheit sowie seine Einsichtigkeit in Bezug auf die Verantwortung gewertet. Erschwerende Gründe gab es für Vorsitzenden Thomas Kreuter nicht. Deshalb liege die Höhe der Strafe knapp unter 20 Prozent der Höchststrafe.

Seit Jahrzehnten ist Herbert Fechter in der heimischen Pop-Szene eine fixe Größe. 1995 wurde erstmals über eine angebliche Steueraffäre getuschelt, worauf sich Rainhard Fendrich von seinem Manager trennte und seine Finanzen von seiner Ehefrau Andrea betreuen ließ.

In einer Vereinbarung mit der Finanz einigte sich der Sänger auf eine "Nachzahlung" von mehreren Millionen Schilling, womit er weiteren Kalamitäten entging.
(apa, red)

10.2.2004 22:40