Causa Grasser: Auftragsfirma will sich rechtlich wehren
- Vorstand wehrt sich gegen Vorwurf des Finanzministeriums
- "Firma FirstInEx konnte Homepage nicht rechtzeitig fertigstellen"
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Die Firma FirstInEx, die zunächst mit der Gestaltung der Homepage für Finanzminister Karl-Heinz Grasser beauftragt war, wehrt sich gegen zuletzt aufgetauchte Behauptungen, wonach man nur teilweise brauchbare Leistungen erbracht habe. Vorstand Christoph Osberger meint, bis vergangenen Freitag habe sich niemand über die Leistungen beschwert. FirstInEx werde sich daher auch rechtlich wehren.
Das Finanzministerium weist im Zusammenhang mit der Causa Grasser und der Homepage-Erstellung einerseits die Darstellung der Fima FirstInEx zurück, wonach sich bis vergangenen Freitag niemand über die Leistungen beschwert habe, und kritisiert andererseits die Darstellung des Grünen Sozialsprechers Karl Öllinger. Der Kabinettschef von Finanzminister Karl-Heinz Grasser, Matthias Winkler, betonte in einer Aussendung, die Firma FirstInEx sei vom Verein zur Förderung der New Economy mit der Konzeption und Umsetzung einer website beauftragt worden. "Da die Firma FirstInEx diese nicht rechtzeitig und nicht wunschgemäß fertigstellen konnte, wurde der Vertrag im August 2001 vorzeitig gelöst", so Winkler.
In einer weiteren Aussendung wirft das Finanzministerium Öllinger vor, mit falschen Tatsachen zu operieren. "Die renommierte Wirtschaftsprüfungsfirma Ernst & Young, weltweit unter den Top drei, ist nicht Miteigentümer der Firma FirstInex und war es auch zu keinem Zeitpunkt. Daher kann Ernst & Young nicht, wie fälschlich von Öllinger behauptet, bei der Erstellung des Gutachtens für den Verein zur Förderung der New Economy befangen gewesen sein. Der Grüne Sozialsprecher verwechselt in grob fahrlässiger Weise leicht nachvollziehbare Unterschiede: Die Firma Cap Gemini Ernst & Young Consulting Österreich AG hält Anteile an der Firma FirstInex (5,63 Prozent) nicht die Ernst & Young Wirtschaftsprüfungs- und SteuerberatungsgmbH"
Öllinger hat auf die Kritik umgehende reagiert und bedauert seine Vorwürfe gegen die Wirtschaftsprüfungsfirma Ernst & Young in einer Aussendung von Montag abend. "Da ist mir leider ein Irrtum unterlaufen", so der stellvertretende Klubobmann der Grünen.
Öllinger stellte richtig, dass "das Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsunternehmen Ernst & Young, das für Finanzminister Grasser im Vorjahr sowie am vergangenen Freitag für den Verein zur Förderung der New Economy ein Gutachten veröffentlicht hat, nicht ident ist mit dem Unternehmen Cap Gemini Ernst & Young, das an FirstInex beteiligt ist".
(apa/red)
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