Gorbach-Ankündigung: "Warnweste" kommt auch in Österreich
- Bei Panne muss reflektierende Sicherheitswesten getragen werden
- Vizekanzler will entsprechendes Gesetz "so rasch wie möglich"

·Jetzt bei Nebel
"Safety Cars" auf Italiens Autobahnen
·Angst im Auto
96% fürchten Fahr-Fehler der anderen
·3. Section Control bald am Arlberg!
Raser-Kontrollen werden auf der S16 installiert
Reflektierende Sicherheitswesten, wie sie in Italien ab 1. April 2004 Pflicht sind, werden künftig auch in Österreich vorgeschrieben werden. "Das ist ein großer Beitrag zur Sicherheit im Straßenverkehr", betonte Infrastrukturminister und Vizekanzler Hubert Gorbach (FPÖ) am 2. Februar am Rande einer Pressekonferenz. Er sei bestrebt, "so rasch wie möglich" ein entsprechendes Gesetz zu erwirken.
Auf die Frage der APA, ob dies noch vor dem Sommerreiseverkehr möglich sein werde, verwies der Vizekanzler auf die legistischen Fristen. Solch ein Gesetz müsse auch vom Bundesrat beschlossen werden. "Ich werde aber bemüht sein, etwa die Begutachtungsfrist zu verkürzen", fügte er hinzu. Spätestens im Herbst sollte eine Sicherheitsjacke auch in Österreich Gesetz sein.
In Italien dürfen ab 1. April Lenker, deren Fahrzeug wegen eines Unfalls oder eines technischen Gebrechens außerhalb des Ortsgebietes zum Stehen kommt, das Auto nur verlassen, wenn sie eine reflektierende Weste tragen. Dies gilt auch, wenn das Pannendreieck aufgestellt wird. Wer ohne Pannenjacke erwischt wird, muss mit einer Geldstrafe rechnen. Nach Italien wird am 1. Juni auch Portugal die Warnwesten-Pflicht einführen.
Ein Verfechter der "Warnjacke" ist der Kärntner Verkehrslandesrat Dörfler. "Vor allem jetzt im Winter kommt es immer wieder zu lebensgefährlichen Situationen", lautet sein Argument für die reflektierende Jacke. Er kann sich vorstellen, dass diese auch von Fußgängern in der Dunkelheit getragen wird. In Kärnten werden derzeit 20.000 orange Sicherheitsjacken verteilt. Dörfler überreichte in St. Veit/Glan je eine an Gorbach und Landeshauptmann Haider. (APA/Red.)
