Dienstag, 3. Februar 2004

2. Jackson-Gerichtstermin: Popstar erschien nicht!

  • Verfahren soll noch vor Jahresende eröffnet werden. Nächste Anhörung 2.4.!
  • Zugleich Gerüchte: Der Popstar steht vor finanziellem Bankrott

Die Vorbereitungen für den Missbrauchsprozess gegen den Popstar Michael Jackson sind am Freitag vor Gericht im kalifornischen Santa Maria fortgesetzt worden. Bei der zweiten Anhörung zu dem Fall ging es um Verfahrensfragen. Unter anderem sollte geklärt werden, ob Schlüsseldokumente der Polizei öffentlich gemacht werden dürfen. Der "King of Pop" erschien nicht selbst, sondern ließ sich durch seine Anwälte vertreten.

Bei der ersten Anhörung Mitte Jänner hatte er auf nicht schuldig plädiert und anschließend seine Fans mit einer Tanzeinlage auf seinem Wagen begeistert. Diesmal war nur eine kleine Schar von Jackson-Fans vor dem Gerichtsgebäude versammelt.

Der 45-Jährige ist angeklagt, zwischen Februar und März vergangenen Jahres einen damals unter 14 Jahre alten Jungen in sieben Fällen sexuell missbraucht zu haben. Ferner soll er demselben Jungen zwei Mal Alkohol eingeflößt haben, um ihn gefügig zu machen. Dafür drohen Jackson mehr als 20 Jahre Gefängnis. Der Popstar hat die Anschuldigungen als "große Lüge" bezeichnet.

Richter verzögert erste Anhörung
Im Verfahren gegen den Popstar hat der Richter die erste Anhörung zu konkreten Vorwürfen des mehrfachen Kindesmissbrauchs verzögert. Er folgte am Freitag einem Antrag der Jackson-Verteidigung.

Anwalt Mark Geragos machte geltend, er brauche mehr Zeit, um die mehr als 400 Seiten umfassenden Vorwürfe der Staatsanwaltschaft zu studieren. Erst am 2. April will der Richter nun über ein Datum für die Anhörung entscheiden. Dabei geht es auch darum, ob überhaupt ein Prozess gegen Jackson stattfindet.

Verfahren soll noch vor Jahresende eröffnet werden
Das Verfahren gegen den US-Popstar Michael Jackson wegen angeblichen Kindesmissbrauchs soll nach dem Willen des Richters noch vor Jahresende eröffnet werden. "Ich würde gern versuchen, diesen Fall vor dem Jahresende aufzunehmen", sagte am Freitag der Richter beim Bezirksgericht im kalifornischen Santa Maria, Rodney Melville. Die Anwälte Jacksons erwiderten, sie gingen davon aus, bis Dezember für das Verfahren vorbereitet zu sein. Zugleich ersuchten sie Melville, den Pop-Star von der nächsten Anhörung freizustellen, die vorläufig für den 2. April angesetzt wurde.

Mehr Vermögen als Schulden
Koppelman sagte, Jacksons Vermögen übertreffe seine Schulden bei weitem. Der Sänger werde in den kommenden Tagen eine größere finanzielle Transaktion tätigen. Einzelheiten nannte der Manager nicht. Er betonte, Jackson könne trotz seiner juristischen Probleme immer noch Geld aufbringen.

Auch seine Verbindung zu der umstrittenen muslimischen Organisation Nation of Islam habe daran nichts geändert. Koppelman bestritt, dass die Gruppierung Einfluss auf Jacksons Finanzen habe. So sei Leonard Muhammad, ein ranghohes Mitglied der Organisation, nur einer von vielen Beratern Jacksons. (apa/red)

3.2.2004 10:30

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