Große Trauer: Schauspieler O.W. Fischer gestorben
- Der in Österreich geborene Mime wurde 88 Jahre alt
- Fischer starb bereits am vergangenen Donnerstag in einem Spital in Lugano
Der in Österreich geborene Schauspieler O.W. Fischer ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Der beliebte Schauspieler hatte sich weitgehend vom Film zurückgezogen. Wie der "Blick" berichtet starb Fischer bereits am Donnerstag in einem Krankenhaus in Lugano. Es sei ihm in letzter Zeit immer schlechter gegangen.
Otto Wilhelm Fischer wurde am 1. April 1915 in Klosterneuburg bei Wien als Sohn eines Hofrats geboren. Nach dem Abitur und einigen Semestern an der Universität Wien nahm er Schauspielunterricht am Reinhardt-Seminar. Er kam nach Engagements am Theater in der Josephstadt, den Münchner Kammerspielen, dem Deutschen Volkstheater in Wien an das Burgtheater, dessen Mitglied er von 1945 bis 1952 war. In der deutschen Wirtschaftswunder-Zeit avancierte O. W. Fischer zum Kino-Star.
Neben Curd Jürgens zählte Fischer, der mit Maria Schell und Ruth Leuwerik Liebespaare spielte, zum höchstbezahlten Schauspieler im bundesdeutschen Kino der 50er Jahre. Er war seit 1942 mit der aus Prag stammenden Schauspielerin Anna (Nanni) Usell (1903- 1985) verheiratet.
O.W. Fischer drehte über 40 Filme, darunter so unvergessliche Streifen wie "Ludwig II.", (1954), "Hanussen" (1955), "Peter Voß der Millionendieb" und "Helden" (1958), "Es muss nicht immer Kaviar" sein (1961) und "Frühstück im Doppelbett" (1963).
Bereits Mitte der 60er Jahre zog sich Fischer nach und nach vom Film zurück, spielte aber noch Theater und machte auch Fernsehen. Zu seinen vielen Auszeichnungen gehören sieben "Bambis", 1970 ernannte ihn der österreichische Bundespräsident Franz Jonas zum Professor.
(apa)
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