Sonntag, 8. Februar 2004

Affäre Rettberg: Justiz sucht in der Karibik nach Millionen

  • "profil": Ex-Libro-Chef soll BA-CA und Oberbank um 9 Mio. geschädigt haben
  • Sein Anwalt stellt Bedingungen für Auslieferung

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, zieht die Affäre um André Rettberg, den früheren Chef der Medienhandelsgruppe Libro AG, immer weitere Kreise. Rettberg soll es mit Unterstützung seiner in Untersuchungshaft befindlichen Anwälte Gerhard Eckert und Michael Löb gelungen sein, beträchtliches Privatvermögen zu Lasten seiner Gläubiger Bank Austria Creditanstalt und Oberbank ins Ausland zu schleusen.

Zum Zeitpunkt der Libro-Insolvenz im Sommer 2001 hatte Rettberg bei den Kreditinstituten Privatschulden in der Größenordnung von zwölf Millionen Euro. Tatsächlich führte er nach einem 75-prozentigen Forderungsverzicht der Banken aber nur drei Millionen Euro zurück.

Die Justiz verfolgt nun konkrete Spuren, wonach Rettberg beträchtliche Beträge über ein von seinen Anwälten kontrolliertes Netz zu Gesellschaften transferiert worden sein könnten, die in der Karibik auf den auf den Britischen Jungferninseln domiziliert sind. Für sämtliche Beteiligte gilt die Unschuldsvermutung.

Die komplette Story lesen Sie im aktuellen "profil".

8.2.2004 08:12