Parmalat: Gründer wollte sich offenbar umbringen
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In Mailand haben Gerüchte über einen angeblichen Selbstmord des Parmalat-Firmengründers Calisto Tanzi für Aufregung gesorgt. Die Staatsanwaltschaft hat die Gerüchte rund um den seit einem Monat Inhaftierten aber umgehend dementiert. Unterdessen sind neue Bilanzlücken aufgetaucht.
Bei den sieben in den Niederlanden und in Luxemburg beheimateten Parmalat-Gesellschaften, die am Mittwoch unter Gläubigerschutz gestellt wurden, haben die Insolvenzverwalter Schulden im Wert von 4,5 Mrd. Euro festgestellt. Der mit der Parmalat-Sanierung beauftragte Insolvenzkommissar Bondi hatte darauf gedrängt, die niederländische Parmalat-Tochter unter Gläubigerschutz zu stellen, um einer möglichen Beschlagnahmung der Gesellschaft durch die Justizbehörden in den Niederlanden vorzubeugen.
Der Ex-Finanzchef des insolventen italienischen Milchriesen, Fausto Tonna, soll zudem über weitere undurchsichtigen Verbindungen zwischen Parmalat und den Banken ausgesagt haben. Gerüchten zufolge wird die Staatsanwaltschaft von Parma deshalb nun ihre Untersuchungen auf mehrere Bankiers ausweiten.
(apa)
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