Böse Nachricht: Bier wird ab Herbst wieder teurer!
- Kostenbelastungen nicht voll durch Einsparungen aufzufangen
- Österreicher trinken mehr Bier: 110 Liter pro Kopf pro Jahr!
·Seit 1. Februar
Zigaretten um bis zu 10 Cent teurer!
·Jugend & Euro
Man gibt mehr aus, bekommt weniger
·Sprit-Preise
Benzin & Diesel bis zu 3 Cent teurer!
·"Mautzuschlag"
Post erhöhte 2004 Paketgebühren
Bier könnte heuer im Herbst wieder teurer werden: Nachdem die großen Brauereien in Österreich Mitte 2003 die Bierpreise im Schnitt um 2 bis 3 Prozent angehoben haben, wird jetzt auch für das zweite Halbjahr 2004 eine abermalige Verteuerung nicht ausgeschlossen. Grund sind die Zusatzkosten der Bierführer durch die seit Jahresbeginn wirksame Lkw-Maut, aber auch teurere Energie und ein Preisschub bei den wichtigsten Rohstoffkosten.
"Wir versuchen, das so weit wie möglich abzufangen, aber ganz gelingen wird uns das auch nicht", sagte Viktor Mautner Markhof, Finanzvorstand der Brau Union Österreich, bei der Bilanzpressekonferenz in Wien.
Absatz-Vorstand Johann Sulzberger: "Wir werden sicher die Kosten-Krot schlucken, bevor wir daran ersticken, werden wir die p.t. Biertrinker um einen Kostenerhöhungsbeitrag bitten. Aber sicher nicht im ersten Halbjahr."
Es geht für die Brau Union Österreich um zusätzliche Kosten in Höhe von "mehreren Millionen Euro", die heuer zu verkraften seien. Im größten österreichischen Bierkonzern - der heute dem niederländischen Brauriesen Heineken gehört - entstünden allein aus der Lkw-Maut jährlich Mehrkosten von bis zu 2 Mio. Euro.
Und in wichtigen Anbaugebieten von Braugerste und Hopfen hat die Sommerhitze von 2003 die Ernten leiden, den Weltmarktpreis damit stark ansteigen lassen. Noch sei man durch bestehende Kontrakte weitgehend gesichert, aber nach deren Auslaufen sei auch die Brau Union mit den höheren Rohstoffpreisen konfrontiert.
Schon jetzt spürbar sind die um bis zu 10 Prozent höheren Energiekosten. Energie macht bei der Brau Union im Lande 8 bis 9 Prozent der Gesamtkosten aus.
Österreicher trinken mehr Bier
In Österreich selbst wird wieder mehr Bier getrunken: 2003 lag der Verbrauch pro Kopf bei 110 Litern. Der Bier-Konsum hat damit laut Brau Union Österreich den höchsten Wert der letzten Jahre erreicht und ist seit dem Niedrigststand im Jahr 2001 mit damals 107 Litern weiter gestiegen. Der gesamte heimische Biermarkt konnte 2003 - auch wegen des anhaltenden Schönwetters - ein weiteres Wachstum von 1,8 Prozent auf 8,55 (2002: 8,40) Millionen Hektoliter verbuchen, nach einem Plus von 1,4 Prozent im Jahr davor. Diese Branchen-Zahlen wurden heute unter Berufung auf den Brauereiverband genannt.
(apa, red)
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