Donnerstag, 5. Februar 2004

Österreicher: Mehr Sparsamkeit, weniger Schulden

  • Bausparen boomt ungebrochen weiter
  • Österreicher streben nach sicheren Geldanlagen

Der Spartrend der Österreicher hält weiter an. Die Bereitschaft der privaten Haushalte zur Neuverschuldung ist hingegen leicht gesunken. Die Geldvermögensbildung stieg in den ersten drei Quartalen 2003 seit Jahresbeginn um drei Prozent auf 8,8 Mrd. Euro, 2002 und 2001 hatte dieser Wert noch je 7,4 Mrd. Euro betragen.

Die Bereitschaft der privaten Haushalte zur Neuverschuldung ging in den ersten drei Quartalen 2003 hingegen leicht zurück und sank um 200 Mio. Euro auf 3,2 Mrd. Euro. Die Verschuldung stieg damit um 3,6 Prozent gegenüber dem Jahresende 2002. Per Ende September betrug die Verschuldung 91,5 Mrd. Euro.

Die Bereitschaft zur Neuverschuldung sei vor dem Hintergrund weiterhin verhaltener Einkommensentwicklungen zu sehen, meint die OeNB. Gleichzeitig sei der Konsum im langjährigen Vergleich in den ersten drei Quartalen nur unterdurchschnittlich gestiegen.

Gestiegen ist das Interesse der privaten Haushalte an Finanzprodukten der Vertragsversicherungen und Pensionskassen, das durch die neue "Zukunftsvorsorge" verstärkt wurde. In den ersten drei Quartalen 2003 stiegen die Ansprüche um 3,1 Mrd. Euro und damit um rund eine Mrd. Euro mehr als in den ersten drei Quartalen 2002. Den wesentlichsten Faktor spielten dabei die Lebensversicherungen.

Das Interesse der privaten Haushalte an Wertpapieren war hingegen weiter sehr gering. Im dritten Quartal 2003 erhöhten private Anleger ihren Bestand an Schuldverschreibungen um 230 Mio. Euro und an börsennotierten Aktien um 170 Mio. Euro.
(apa)

5.2.2004 11:35