Mittwoch, 4. Februar 2004

EU-Beitrittsländer: Konjunktur kommt auf Touren

Die acht EU-Beitrittsländer in Mittel- und Osteuropa haben das wirtschaftlich schwierige Jahr 2003 gut überstanden. Seit Beginn der zweiten Jahreshälfte haben sich die Investitionen erholt und sind nun zunehmend die treibende Kraft der Wirtschaft. Das Wirtschaftswachstum dürfte sich laut Konjunkturprognose der Bank Austria Creditanstalt von 3,6 Prozent 2003 heuer auf 3,9 Prozent beschleunigen.

"Positiv dabei ist, dass das Wachstum 2004 von einem Aufschwung der Investitionen begleitet sein wird, also von Ausgaben für die Zukunft", betont BA-CA-Chefökonomin Marianne Kager in einer Aussendung vom Mittwoch. Dabei werde der Aufschwung der Investitionen in den kommenden Jahren durch die Bereitstellung von rund 23 Milliarden Euro EU-Strukturhilfe unterstützt.

Nach einem eher schwächeren Jahresbeginn 2003 habe sich die Wirtschaftsdynamik zum Jahresende hin deutlich beschleunigt, heißt es in der Analyse. Dabei habe das kräftige Wachstum in den baltischen Republiken (4,4 Prozent in Estland und 7,5 Prozent in Litauen) den Durchschnitt nach oben gezogen.

In den fünf mitteleuropäischen Reformländern (Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik und Ungarn) war das BIP-Wachstum im Vorjahr mit durchschnittlich 3,3 Prozent geringer. In Ungarn und Slowenien hat die Zunahme des BIP um nur 2,8 bzw. 2,4 Prozent sogar einen langjährigen Tiefstwert erreicht.

Die Investitionen in den neuen EU-Mitgliedern werden nach Einschätzung der BA-CA heuer um 6,7 Prozent zunehmen, nach einem Wachstum von 2,1 Prozent im Vorjahr. Für 2005 wird ein Anstieg auf nahezu fast 8 Prozent prognostiziert.
(apa, red)

4.2.2004 12:31