Dienstag, 3. Februar 2004

Aufgeschlüsselt: Jugendarbeitslosigkeit steigt weiter

  • Angespannter Lehrstellenmarkt - 52 Prozent der Jobsuchenden wohnen im Osten Österreichs
  • Frauen stärker betroffen als Männer

Nach Alter waren waren vor allem Jugendliche bis 25 mit plus 2,9 Prozent aber auch die Altersgruppe der 25 bis 44-Jährigen mit plus 4,7 Prozent stark betroffen. Die Arbeitslosigkeit der über 45-Jährigen sank hingegen geringfügig um 0,3 Prozent.

Nach wie vor angespannt ist der Lehrstellenmarkt. Ende Jänner waren 4.460 Lehrstellensuchende beim Arbeitsmarktservice (AMS) vorgemerkt, das waren um 9,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der gemeldeten offenen Lehrstellen hingegen ging um 15,9 Prozent auf 2.070 zurück. Weiters waren noch 4.120 (plus 258 im Jahresvergleich) Jugendliche vorgemerkt, die zu einem späteren Zeitpunkt eine Lehrstelle antreten möchten. Zur späteren Besetzung wurden dem AMS noch zusätzliche 4.876 offene Lehrstellen gemeldet (minus 95).

Vom Anstieg der Arbeitslosigkeit im Jänner waren Frauen deutlich stärker betroffen als Männer. Während die Zahl der weiblichen Jobsuchenden im Jahresvergleich um 4,9 Prozent oder um 5.000 auf 106.571 Betroffene zunahm, stieg die Zahl der arbeitslosen Männer um 1,9 Prozent oder um 3.772 auf 205.877 Personen.

52 Prozent oder 162.363 Arbeitslose wohnen im Osten Österreichs (Wien, Niederösterreich, Burgenland), auf die West-Region (Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg) entfallen 24,9 Prozent (77.909) und im Süden mit den Ländern Steiermark und Kärnten leben 23,1 Prozent oder 72.176 Jobsuchende. Die Hauptlast des Anstieges der Arbeitslosigkeit trug im Jänner der Osten des Landes. So nahm die Arbeitslosigkeit in Wien um 10 Prozent oder um 8.601 Personen zu.

Mit einem Plus von 6 Prozent auf 149.882 Arbeitslose gab es die stärkste Zunahme im Dienstleistungssektor. Dabei waren vor allem der Handel, die unternehmensbezogenen Dienstleistungen (wie EDV- oder Unternehmensberatung) und der Tourismus betroffen. Im Produktionssektor stagnierte die Arbeitslosigkeit mit 139.278 Betroffenen in etwa auf Vorjahresniveau.
(apa, red)

3.2.2004 12:59