Jugend gibt mit € mehr aus, erhält dafür aber weniger
- 28 % der Jugendlichen haben durch Euro Finanz-Probleme
Die Jugend gibt seit der Einführung des Euro deutlich mehr Geld aus, bekommt dafür aber weniger. Das ist die Kernaussage einer Umfrage der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA), bei der 730 Jugendliche aus dem ganzen Bundesland Salzburg zum Euro befragt wurden. 28 Prozent gaben auch an, dass sie wegen des Euro finanzielle Schwierigkeiten hätten.
89 Prozent der befragten Jugendlichen gaben an, dass sie seit der Euro-Einführung mehr Geld ausgeben als vorher. Und gar 94 Prozent meinten, dass die Produkte durch die Währungseinführung teurer geworden sind. "Viele haben zur Mitte des Monats kein Geld mehr, vor allem die bereits im Beruf stehenden Jugendlichen", so Forcher. 53 Prozent meinten, dass sie sich mit dem Euro weniger leisten könnten, weitere 43 gleich viel wie vorher.
Die GPA werde nun genau recherchieren, wie weit es wirklich eine Produktverteuerung gegeben habe, und welche Produkte betroffen seien. Denn einige Produkte des herkömmlichen Warenkorbes würden Jugendliche nicht betreffen. Bei künftigen Kollektivvertragsverhandlungen werde man sich dann anschauen, wie viel das Euro-Einkommen der Lehrlinge im Vergleich zum Schilling-Einkommen ausmacht, so Forcher.
Grundsätzlich begrüßen 58 Prozent der Jugendlichen die Einführung des Euro, gleichzeitig weinen aber 62 Prozent dem Schilling noch nach. 22 Prozent der Befragten kommen mit der neuen Währung schon sehr gut zurecht, weitere 42 Prozent gut, acht Prozent hingegen überhaupt nicht. Zwei Drittel aller Jugendlichen rechnen bei großen Beträgen immer noch in den Schilling um.
(apa, red)
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