Montag, 2. Februar 2004

Viagra-Importe: Sie treiben Handelsbilanzdefizit mit Irland hoch

  • Hälfte der Irland-Importe nach Österreich sind Viagra-Präperate
  • Importe aus Irland stiegen 2002 um 15,6%, Exporte nur 3,1%

Die Importe aus Irland nach Österreich sind zuletzt kräftig gestiegen. Bemerkenswert: Vor allem die berühmten Viagra-Pillen sind dafür verantwortlich. Österreich reißt den Iren das Potenzmittel praktisch aus den Händen. Auf Viagra entfiel die Hälfte (!) aller Einfuhren aus Irland.

Die Einfuhrvolumen erhöhte sich im vorvergangenen Jahr um 15,6 Prozent auf 966 Mio. Euro. Importtreiber war vor allem die Potenzpille Viagra. Das Handelsbilanzdefizit mit Irland stieg dadurch auf 774 Mio. Euro.

Auch die Exporte sind im vergangenen Jahrzehnt zwar deutlich gestiegen, 2002 erhöhten sie sich aber nur noch leicht um 3,1 Prozent auf 219 Mio. Euro. 2003 lagen die österreichischen Exporte nach Irland vorläufigen Zahlen zufolge weitgehend unverändert bei 220 Mio. Euro. Für die Importe liegen laut AWO noch keine Vorjahreszahlen vor.

Chancen sieht die Außenwirtschaft für Österreichs Betriebe in Irland vor allem in der Baubranche. Es gebe einen regelrechten Bauboom im Fertighaussektor und einen "dringenden Ausbaubedarf" in der Infrastruktur.

In Bezug aufs Gesamtbild versicherte das Finanzministerium umgehend, dass die Österreichische Handelsbilanz äußerst erfolgreich sei.
(apa, red)

2.2.2004 12:39