Montag, 2. Februar 2004

ÖBB: Neue Details über Dienstrechts-Verhandlungen

  • Zahl der Biennalsprünge soll auf sieben gesenkt werden
  • Verflachung der Einkommenskurve wird angestrebt

Bei den Verhandlungen über Änderungen im Eisenbahner- Dienstrecht bei den ÖBB sind neue Details bekannt geworden. Ein Sprecher hat am Freitagnachmittag Zeitungsberichte bestätigt, wonach die Zahl der automatischen Gehaltsvorrückungen (Biennalsprünge) von derzeit neun bis elf auf vier bis sieben gesenkt werden soll.

Außerdem sollen in den Gehaltsschemen die drei untersten und die obersten Stufen wegfallen. Ziel ist eine Verflachung der Einkommenskurve. Daneben sollen auch neue Arbeitszeit- und Urlaubsregelungen verhandelt werden. Die Gewerkschaft schlägt dabei einen neuen Kollektivvertrag für die ÖBBler vor, der bereits 2005 in Kraft treten könnte und 2006 durch einen KV für die gesamte Eisenbahn-Branche ersetzt werden könnte.

Weitgehend einig sind sich Vorstand und Gewerkschaft laut der Tageszeitung "Kurier" bereits bei der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. Statt der Weiterzahlung des vollen Gehalts für bis zu 12 Monate durch die ÖBB sollen die Eisenbahner künftig nach sechs bzw. 12 Wochen ein niedrigeres Krankengeld als "normale" Angestellte bekommen. Ebenfalls wenige Probleme dürfte es bei der Aufhebung des Vetorechts der Gewerkschaft bei Kündigungen geben, die Disziplinarordnung wird an die Regelungen für ASVG-Angestellte angepasst.

Der Vorstand prüft derzeit die Gewerkschaftsvorschläge. Die nächste Verhandlungsrunde wird voraussichtlich in der Woche zwischen 16. und 20. Februar stattfinden. Bei Verhandlungen geht es um ein neues Dienstrecht für rund 48.000 ÖBB-Mitarbeiter. In Summe sollen die ÖBB damit rund 100 Mio. Euro einsparen.

(apa)

2.2.2004 10:10