Stürmerstar Lawaree im Interview: "Am liebsten wäre mir der Meistertitel"
- Starke Sprüche von Rapids Neuzugang: "Bei der Austria, spielt jeder für sich, bei Rapid jeder für die Mannschaft"
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In der Nacht auf 2. Februar sorgte der österreichische Rekordmeister SK Rapid mit der Verpflichtung von Torschützenkönig Axel Lawaree von SW Bregenz für den wohl spektakulärsten Transfer in der Winterpause der österreichischen Bundesliga. Nun traf der 30-jährige Belgier auch im Trainingslager der Hütteldorfer in Side ein und sprach über seine Zukunft beim aktuellen Tabellen-Zweiten.
APA: Sie haben am Mittwoch erstmals ihre neuen Mannschaftskollegen getroffen. Wie wurden Sie von ihnen empfangen?
Lawaree: "Für einen neuen Spieler ist es natürlich zu Beginn immer schwierig. Ich bin aber kein schlechter Typ und werde bald integriert sein. Ich habe genug Erfahrung, das wird sicher klappen."
APA: Welche Ziele haben Sie sich bei ihrem neuen Verein gesteckt?
Lawaree: "Wir müssen uns zumindest für einen europäischen Bewerb qualifizieren, am liebsten wäre mir aber der Meistertitel. Ich bin da, um der Mannschaft zu helfen, und werde alles geben, auch wenn ich vielleicht in der ersten Partie nicht gleich gut spiele."
APA: Warum haben Sie andere Angebote ausgeschlagen und sich gerade für Rapid entschieden?
Lawaree: "Vor allem wegen meiner Familie, ich wollte nicht in einem anderen Land spielen. Zweitens wegen des Vereins und seines ganzen Umfeldes. Bei der Austria hätte ich das Dreifache verdienen können, aber wenn du Pech hast, bist du dort nur eine Nummer. Bei Rapid bist du ein Mensch, keine Nummer. Ich habe gegen Rapid und Austria gespielt und den Unterschied gesehen. Bei der Austria spielt jeder für sich, bei Rapid jeder für die Mannschaft."
APA: Durch Ihre Verpflichtung steigt der Konkurrenzdruck im Rapid-Sturm. Glauben Sie, könnte das Unruhe in die Mannschaft bringen?
Lawaree: "So etwas ist ganz normal. Ich werde alles geben, um zu spielen, und alle anderen müssen das auch tun. Außerdem bin ich ja nicht der zwölfte Kader Spieler, sondern nur einer von 24. Rapid ist eben ein großer Verein, der drei, vier oder fünf gute Stürmer braucht."
APA: Das erste Spiel bestreiten Sie ausgerechnet auswärts gegen ihren Ex-Klub SW Bregenz. Wie glauben Sie werden die Reaktionen der Fans sein, wenn Sie erstmals als Gegner den Rasen des Casino-Stadions betreten?
Lawaree: "Ich hatte nach dem Transfer schon viele Kontakte mit den Bregenz-Fans, und alle waren positiv. Sie haben meine Entscheidung verstanden. Ich hoffe und glaube nicht, dass es Pfiffe geben wird, wenn ich einlaufe. Ich weiß aber nicht, was das für ein Gefühl für mich sein wird, auf jeden Fall ein ganz spezielles."
(apa/red)
