Mittwoch, 4. Februar 2004

Comeback in Pasching: Zellhofer kehrt auf die Trainerbank zurück

  • Überraschende Erfolge bringen auch Schattenseiten mit sich
  • Holprige Trainingsplätze erschweren die Saisonvorbereitung

Sein Name gilt als Synonym für den sensationellen Aufstieg des FC Superfund Pasching vom "Dorfklub" zu einem gestandenen Verein in der Bundesliga. Nach einer halbjährigen Auszeit schwingt Trainer Georg Zellhofer seit Jahresbeginn wieder das Trainerzepter bei den Österreichern, die er 1996 übernahm und in der Folge innerhalb von sechs Jahren von der zweiten Landesliga in die höchste nationale Spielklasse führte.

Laut Zellhofer haben die überraschenden Erfolge aber auch auch ihre Schattenseiten. "Es hat sich eine gewisse Eigendynamik im Umfeld des Klubs entwickelt. Die Leute erwarten Siege, da ist es schwer, etwas Bodenständiges zu sagen." Die Relation zwischen Anspruch und Wirklichkeit stimme nicht mehr. "Vielleicht ist der Erwartungsdruck einfach zu hoch. Wir sollen Austria, Rapid oder den GAK ärgern, und das mit einem weit geringeren Budget. Dabei ist für mich jedes Jahr eine Überraschung, in dem Pasching in der Bundesliga spielt", meinte der 43-Jährige.

Doch Zellhofer selbst lässt der Druck von außen nach eigenen Angaben kalt. "Ich habe mittlerweile eine andere Betrachtungsweise, weiß jetzt, wie weit ich belastbar bin. Ich bin zwar nach wie vor sehr ehrgeizig, aber vielleicht nicht mehr ganz so verbissen wie früher", so der frühere Bundesliga-Kicker, dem sein arg ramponiertes Knie derzeit keine Probleme macht.

Kopfzerbrechen bereiten ihm hingegen die schlechten Bedingungen im Trainingslager. "Seit unserer Ankunft hat es sehr viel geregnet, die Plätze sind aufgeweicht und holprig", sagte Zellhofer. Daher will seine Truppe nun vermehrt auf die Anlage von Rapid ausweichen, wo die Oberösterreicher gegen die Hütteldorfer einen 1:0-Testspielsieg feierten.

(apa/red)

4.2.2004 10:16