Eishockey: ÖEHV-Team nach Sieg über Deutschland auf WM-Kurs
- Trainer Pöck erwartet von der jungen Garde den Turniersieg in Villach
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Im Dezember beim Slovakia-Cup 4:3 gegen die Slowakei und 3:3 gegen die Schweiz, nun 2:0 in Bad Tölz gegen Deutschland. Österreichs Eishockey-Team befindet sich im Hinblick auf die diesjährige WM in Tschechien (24.4.-9.5.) auf einem guten Weg. Nach dem ersten Erfolg seit April 1994 über die Deutschen war Teamchef Herbert Pöck auch sehr zufrieden. "Wenn wir gut spielen, keine groben Schnitzer machen und bereit sind, den Kampf aufzunehmen, können wir mit solchen Teams mithalten", lautete seine Erkenntnis.
Gleichzeitig stieg er aber auch auf die Euphorie-Bremse: "Man darf diesen Sieg nicht überbewerten, denn eine WM ist etwas anderes." Unabhängig davon registrierte er beim 2:0-Erfolg über die Deutschen durch Tore von Daniel Welser (20.) und Andreas Judex (57.) eine "sehr gute Defensive" und auch "Lichtblicke in der Offensive". Daneben ortete er aber auch "zwei, drei Fehler, die nicht passieren sollten" und forderte noch mehr Konsequenz im Abschluss: "Da müssen wir noch effizienter werden."
Jetzt soll der Turniersieg her
Die Österreicher, auf deren Dressen statt dem bekannten "A" erstmals das Logo der WM 2005 in Wien und Innsbruck prangte, wollen diese Fortschritte natürlich am kommenden Wochenende beim Euro Challenge-Turnier in Villach gegen Italien (Freitag), Niederlande (Samstag) und Slowenien (Sonntag) bestätigen. Allerdings hat da die ÖEHV-Auswahl ein ganz anderes Gesicht. Waren in Bad Tölz alle Routiniers mit von der Partie, kann sich in Kärnten die junge Garde bewähren.
Pöck kann derzeit aus einem großen Angebot wählen: "Wir haben noch Spieler in der Hinterhand und sind in der glücklichen Lage, auch zwei, drei Ausfälle kompensieren zu können." In Villach gibt es auch etliche Leute, die sich für die WM empfehlen wollen.
"Wir haben eine gute Mannschaft und wollen das Turnier gewinnen", verkündete der Teamchef, der am Wochenende auf Latusa (schulische Gründe) und Auer (erkrankt) verzichten muss. Für sie wurden Ofner (KAC) und Herzog (VSV) nachnominiert. Für das erste Match gegen Italien (Pöck: "Das ist ein beinharter Gegner") fällt auch Andre Lakos aus gesundheitlichen Gründen aus. Am Freitag spielt für ihn Unterluggauer, der aber am Samstag (da könnte Lakos wieder fit sein) nicht mehr zur Verfügung steht.
Pfeifkonzert für deutsches Team
Deutschlands Bundestrainer Hans Zach ("Eishockey ist kein Wunschkonzert, sondern harte Realität") und seine Spieler mussten sich nach Matchende Pfiffe und Schmährufe der 4.000 Zuschauer ("Wir haben bezahlt, wir wollen was sehen") gefallen lassen, die Zach nicht nachvollziehen konnte. Er verwies u.a. auf die großen Fortschritte des Gegners: "Man darf nicht vergessen: Österreich ist schon länger in der Weltspitze als wir und war heute namhafter besetzt."
Die Deutschen, die am Wochenende bei einem Turnier in Basel auf Team Canada, die Schweiz und die Slowakei treffen, spielen übrigens vor der WM im April in Wien (10.), Ravensburg (15.) und Heilbronn (17.) noch drei Mal gegen das ÖEHV-Team.
(apa/red)
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