Sonntag, 8. Februar 2004

Schlingensief in Zürich: Verhaltener Applaus

  • Attabambi-Pornoland - Die Reise durchs Schwein" kam nicht gut an
  • Publikum reagierte erschöpft bis verärgert

Nur verhaltenen Applaus hat Christoph Schlingensief mit seinem neuen Stück "Attabambi-Pornoland - Die Reise durchs Schwein" am Samstagabend im Schauspielhaus Zürich geerntet. Das Publikum reagierte erschöpft bis verärgert auf die Uraufführung dieser dritten Folge von Schlingensiefs "Attaistischem Welttheater". Die ersten beiden Teile hatte er in Berlin und Wien herausgebracht.

Die zweistündige Produktion mit Texten von Elfriede Jelinek ist eine Mischung aus Film, Performance und Musik, bei der verschiedene Ebenen mit einander verbunden und einzelne Szenen aneinander gereiht werden. Die Schauspielerinnen Irm Hermann und Margit Carstensen deklamieren Fragmente der Jelinek-Texte. Im Mittelpunkt steht ein Video mit Sex-Quälereien in einem unterirdischen Verlies sowie Riten in Blut und Schnee. Auf der Bühne läuft eine inzestuöse Familien-Saga rund um den Hauptdarsteller Schlingensief ab. (apa)

8.2.2004 08:38