Samstag, 7. Februar 2004

Keine Gleichstellung: US-Bundesstaat Ohio verbietet Homosexuellen-Ehe

  • Nur in Masssachusetts sollen Lesben und Schwule den selben Status wie heterosexuelle Ehepaare haben

Im US-Bundesstaat Ohio ist ein Gesetz gegen die gleichgeschlechtliche Ehe verabschiedet worden. "Es ist notwendig, Ohios Gesetze zum Schutz der Ehe auszubauen", betonte Gouverneur Bob Taft bei der Unterzeichnung eines entsprechenden Gesetzes am Freitag in Columbus. Das Gesetz soll verhindern, dass homosexuelle Paare, die in anderen US-Bundesstaaten geheiratet haben, in Ohio als Ehepaare anerkannt werden.

In Massachusetts sollen Lesben und Schwule künftig heiraten können und den selben Status haben wie heterosexuelle Ehepaare. Der Oberste Gerichtshof des Bundesstaates hatte am Mittwoch das Parlament von Massachusetts aufgefordert, eine entsprechende Gesetzesänderung in die Wege zu leiten. Damit wäre Massachusetts der erste US-Bundesstaat, in dem homosexuelle Paare legal heiraten dürfen.

Das Thema schwuler Ehen wird auch im beginnenden Wahlkampf eine Rolle spielen. US-Präsident George W. Bush hatte sich in seiner Rede zur Lage der Nation vor zwei Wochen deutlich gegen die rechtliche Gleichstellung von Lebensgemeinschaften Homosexueller ausgesprochen. (apa/red)

7.2.2004 20:16