Samstag, 7. Februar 2004

Afghanistan: Mindestens 20 Tote bei Kämpfen zwischen Milizen

  • Weitere 40 Menschen wurden bei den Auseinandersetzungen verletzt

Bei Kämpfen zwischen rivalisierenden Gruppen im Nordosten Afghanistans sind nach Berichten afghanischer Medien vom Samstag mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen und weitere 40 verletzt worden. Wie die Nachrichtenagentur Bachtar meldete, begannen die Kämpfe am Donnerstag im Bezirk Argo (Ordo) in der an China und Tadschikistan grenzenden Provinz Badachschan. Dabei lieferten sich Anhänger des Bezirkschefs Abdul Jabar Musadik Gefechte mit Kämpfern des örtlichen Militärkommandanten und Ex-Polizeichefs Karar Zia-Ul-Din.

Die Provinzregierung habe hunderte Soldaten in die Region entsandt, hieß es in einem Bericht des staatlichen Fernsehens. Die Kämpfe dauerten nach Medienberichten jedoch an fünf verschiedenen Orten an. Mehrere hundert Dorfbewohner flohen aus dem Gebiet. Der stellvertretende afghanische Innenminister Hilalludin Hillal bestätigte die Kämpfe, erklärte jedoch, die Angaben über die Opferzahl seien nicht korrekt. Andere Zahlen nannte Hillal allerdings nicht. Eine Delegation aus Kabul versuche, die Lage zu beruhigen, fügte der Minister hinzu. (apa/red)

7.2.2004 19:38