Nach Anschlag in Moskau: Intensive Suche nach Hintermännern
- Zwei Verdächtige wurde bereits verhört und wieder freigelassen
- PLUS: Die BILDER vom Ort des Schreckens!
·Mind. 39 Tote!
Terror-Anschlag
in Moskauer Metro!
·DIE BILDER I
6. 2. 2004: 39 Tote in Moskauer U-Bahn
·DIE BILDER II
9.12.2003: 5 Tote nahe der Duma!
Nach der Bombenexplosion in der Moskauer U-Bahn mit 39 Toten haben die russischen Behörden ihre Suche auf die Hintermänner der Bluttat konzentriert. "Ohne Zweifel war dieser Terroranschlag sorgfältig geplant", sagte Bürgermeister Juri Luschkow am Samstag. Ärzte kämpften weiter um das Leben von 21 schwer verletzten Fahrgästen. Insgesamt waren bei der Explosion in einem fahrenden Waggon Freitag Früh mehr als 130 Menschen verletzt worden. Weitere Hinweise auf eine tschetschenische Spur gab es zunächst nicht. Zwei in Moskau festgenommene Verdächtige kamen am Samstag nach kurzem Verhör wieder frei.
Polizeisprecher Kiil Masurin sagte, die beiden Männer ähnelten einem Phantombild, das aufgrund der Aufzeichnung einer Überwachungskamera erstellt worden war. Drei Stunden nach der Festnahme kamen sie wieder auf freien Fuß. Das Videoband aus der U-Bahn-Station zeigte die mutmaßliche Selbstmordattentäterin und einen weiteren Mann vor dem Einsteigen in den Zug im morgendlichen Berufsverkehr. Die Bombe detonierte im zweiten Wagen der Bahn, kurz nachdem der Zug die Station im Südosten Moskaus verlassen hatte.
Die Behörden wollten am Samstag nicht bestätigen, dass der Sprengsatz tatsächlich von einer Selbstmordattentäterin gezündet worden sei. "Wir können noch nichts Endgültiges sagen", erklärte der stellvertretende Staatsanwalt Wladimir Judin. Es wurde aber auch nicht völlig ausgeschlossen, dass der Sprengsatz aus der Ferne gezündet wurde oder ungewollt beim Transport in der U-Bahn detonierte. Wie auch bei früheren Anschlägen in Moskau gab es keine Bekennerschreiben.
Bürgermeister Luschkow kündigte verschärfte Kontrollen und Überprüfungen von Ausländern an, die sich illegal in Moskau aufhalten. In der Vergangenheit hatten solche Ankündigungen zu teilweise brutalen Razzien in der russischen Hauptstadt geführt. In Moskau leben mehrere hunderttausend Menschen aus dem Kaukasus und Zentralasien, die entsprechende Kontrollen der Polizei fürchten müssen. (apa/red)
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
