US-Präsidentenwahl: Kerry ist erneut Vorwahl-Sieger
- Auch in Michigan und Washington klar vorne
- Kerry wirft Bush "Extremismus" vor
·US-Vorwahlen
John Kerry gewinnt in fünf Staaten!
·Kerry-Attacke
"Bush hat das Volk irregeführt"
·Alle Details
Ergebnisse des 1. "Super Tuesday"
·Bush im Tief
Erstmals unter 50% Zustimmung!
·402 Mrd. Dollar
Bush gibt Militär noch mehr Geld!
Mit weiteren Siegen bei den Vorwahlen ist US-Senator John Kerry der Präsidentschaftskandidatur seiner Partei einen großen Schritt näher gekommen. Der 60-jährige Politiker von den oppositionellen Demokraten setzte sich am Samstag in den Bundesstaaten Michigan und Washington nach ersten Hochrechnungen von US-Sendern mit zweistelligem Abstand gegen seine parteiinternen Mitbewerber durch.
Erste Teilergebnisse sahen den Senator von Massachusetts in Michigan mit 56 Prozent und im Staat Washington mit 48 Prozent vorne. Damit hat sich Kerry in neun von bisher elf Vorwahlen auf Bundesstaats-Ebene durchgesetzt.
Im Bundesstaat Washington an der Pazifikküste lag Dean nach Auszählung von mehr als der Hälfte der Stimmbezirke mit 30 Prozent auf Platz zwei. Alle anderen Bewerber erzielten hier lediglich Ergebnisse im einstelligen Prozentbereich. Der frühere Bürgermeister von Cleveland, Dennis Kucinich, lag mit acht Prozent auf Rang drei, gefolgt von Senator Edwards mit sechs Prozent und dem früheren NATO-Oberbefehlshaber Wesley Clark mit vier Prozent.
Im industriell geprägten Bundesstaat Michigan, der mit 128 Delegiertenstimmen für den Nominierungsparteitag im Juli unter den bisherigen Vorwahlen zahlenmäßig am stärksten ins Gewicht fällt, erreichte Kerrys Senatskollege John Edwards ersten Auszählungen zufolge 15 Prozent und lag damit auf Platz zwei. Ihm folgte der frühere Gouverneur von Vermont, Howard Dean, mit 14 Prozent. Die Ergebnisse beruhten auf der Auswertung von 15 Prozent der Stimmbezirke. Edwards hatte am vergangenen Dienstag in South Carolina erstmals eine Vorwahl gewonnen, Dean konnte bisher noch keinen Sieg vorweisen.
Kerry wirft Bush "Extremismus" vor
In einer Ansprache vor Anhängern hat US-Senator John Kerry dem US-Präsidenten George W. Bush "Extremismus" vorgeworfen. Zugleich präsentierte er sich als Kandidat der Mitte. Den USA stehe bei der Präsidentenwahl im November eine Richtungsentscheidung bevor, sagte Kerry im Bundesstaat Virginia, wo am Dienstag Vorwahlen stattfinden. "Werden wir an den Werten der Mitte festhalten, die unser Land geprägt haben? Oder werden wir den extremen Weg der Bush-Regierung weitergehen, ein Weg, der unserer Geschichte und unseren Hoffnungen fundamental entgegenläuft?" (apa)
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
