Mindestens 22 Tote bei Erbeben in Ostindonesien
Bei einem Erdbeben im indonesischen Teil der Pazifikinsel Neuguinea sind am Freitag mindestens 22 Menschen ums Leben gekommen. Zahlreiche wurden verletzt. Der gegen 06.05 Uhr (00.05 Uhr MEZ) registrierte Erdstoß habe die Stärke von 6,9 erreicht, sagte der Seismologe Margiono in der Provinzhauptstadt Jayapura.
"Wir haben Informationen, dass acht Menschen ums Leben kamen", sagte Margiono. "Wir vermuten, dass sie unter Trümmern begraben sind." Am schwersten betroffen war nach seinen Angaben die Stadt Nabire im Westen der Provinz Papua.
Eine örtliche Radiostation berichtete, die Erdstöße hätten den Flughafen von Nabire sowie Moscheen, Häuser und Brücken beschädigt. Auch im 120 Kilometer entfernten Manokwari richtete das Beben Schaden an.
Die Provinz Papua liegt 2.300 Kilometer östlich der indonesischen Hauptstadt Jakarta. Die indonesischen Inseln sind Teil des pazifischen "Feuerrings", eines pazifischen Grabensystems mit hoher geologischer Aktivität. Die Straßburger Erdbebenwarte teilte mit, bei den Erdstößen handle es sich um die schwersten in der Region seit dem Jahr 2000.
Die Provinz Papua hieß bis 2002 Irian Jaya. Seit 1963, als sich Indonesien die ehemalige niederländische Kolonie Westneuguinea einverleibte, kämpfte dort die christliche Bewegung Freies Papua ("Organisasi Papua Merdeka"/OPM) gegen die indonesische Armee. (APA)
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