Homo-Ehe: Bush will sie mit allen Mitteln verhindern
- Höchstgericht in Bundesstaat Massachusetts sagte erstmals Ja
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US-Präsident Bush will mit "allen juristischen Mitteln" die Zulassung der "Eheschließung" für gleichgeschlechtliche Paare verhindern. Als Reaktion auf eine anders lautende Entscheidung des Obersten Gerichtshofs von Massachusetts sagte Bush: "Die Ehe ist ein heiliger Bund zwischen einem Mann und einer Frau". Wenn Richter das nicht einsähen, sei die einzige Alternative eine Änderung der Verfassung.
Zuvor hatte der Supreme Court in Massachusetts geurteilt, dass gleichgeschlechtliche "Eheschließungen" als legal erklärt werden müssen. Das Parlament des US-Staates müsse eine entsprechende Gesetzesänderung in die Wege leiten. Damit wäre Massachusetts der erste US-Staat, in dem Homosexuelle nicht nur durch eheähnliche Verbindungen gewisse Rechte erhalten können, sondern legal "heiraten" dürfen.
Die Richter in Boston kamen zu dem Schluss, dass ein im Herbst in Massachusetts verabschiedetes Gesetz, nach dem gleichgeschlechtlichen Partnerschaften die gleichen Rechte wie Eheleuten zugestanden werden sollen, nicht ausreichend sei. Denn Homosexuellen werde "ausdrücklich eine Eheschließung untersagt". Jetzt muss das Parlament des Bundesstaates binnen sechs Monaten ein neues Gesetz vorlegen, in dem die "Homo-Ehe" erlaubt wird.
Der Gouverneur von Massachusetts, Romney, kritisierte das Gerichtsurteil. Romney betonte, es sei nicht richtig, dass bei einer so wichtigen Frage die Bürger ausgeschlossen und einige wenige Richter ausschlaggebend seien. (APA)
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