CIA-Chef Tenet gibt zu: Nur wenige Infos über Irak
- Aber: Es gab keinen Druck vin Seiten der US-Regierung
- Suche nach Massenvernichtungswaffen im Irak geht weiter
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Der CIA-Direktor George Tenet hat bestritten, dass sein Geheimdienst von politischer Seite unter Druck gesetzt worden sei, eine Begründung für den Irak-Krieg zu liefern. "Niemand hat uns gesagt, was wir sagen sollen oder wie wir es sagen sollen", betonte Tenet am Donnerstag in Washington. Man habe zudem nur teilweise genaue Kenntnisse über Massenvernichtungswaffen im Irak gehabt.
Es habe aber Belege dafür gegeben, dass es im Irak biologische und chemische Waffen gab, ebenso wie über die Pläne von Saddam Hussein, Massenvernichtungswaffen zu entwickeln. Das sagte Tenet an der Georgetown-Universität in seiner mit Spannung erwarteten Stellungnahme zu angeblichen Fehlinformationen der Dienste über die Lage im Irak.
Die Suche nach Massenvernichtungswaffen im Irak ist nach den Worten von Tenet noch keineswegs vorbei. Er widersprach am Donnerstag in Washington ausdrücklich den Angaben des vor kurzem zurückgetretenen US-Waffeninspekteurs im Irak, David Kay.
Dieser hatte gemeint hatte, 85 Prozent des irakischen Waffenprogramme seien ohne Belege für die Existenz von Massenvernichtungswaffen untersucht worden. Kay hatte die Geheimdienste wegen unzutreffender Informationen kritisiert. US- Präsident Bush hatte aus diesem Grund zu Wochenbeginn nach langem Zögern in die Gründung einer unabhängigen Kommission eingewilligt, die die Geheimdienstarbeit im Vorfeld des Krieges unter die Lupe nehmen soll. (APA)
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