Mittwoch, 4. Februar 2004

Homo-Ehe: US-Staat Massachusetts sagt als erster Ja

  • Hat Höchstgerichts-Entscheidung Auswirkungen auf Wahlkampf?
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Lesben und Schwule haben in Massachusetts in den USA einen entscheidenden Durchbruch errungen. Der Oberste Gerichtshof des Bundesstaates entschied, dass gleichgeschlechtliche Eheschließungen als legal erklärt werden müssen. Er forderte das Parlament am Mittwoch auf, eine entsprechende Gesetzesänderung in die Wege zu leiten. Damit wäre Massachusetts der erste Bundesstaat, in dem Schwule und Lesben nicht durch eheähnliche Verbindungen gewisse Rechte erhalten, sondern legal heiraten dürfen.

Zuvor hatte der Bundesstaat Vermont eine eheähnliche Verbindung mit den staatlichen Vorteile einer Ehe, aber ohne den offiziellen Titel legalisiert. Das Bundesgericht von Massachusetts begründete seine Entscheidung mit der Erklärung, nur vollständige und gleichwertige Eherechte für Homosexuelle würden der Verfassung entsprechen.

Die Entscheidung des Gerichts dürfte nach Einschätzung von Beobachtern auch Auswirkungen auf den Wahlkampf haben. US-Präsident George W. Bush hatte sich in seiner Rede zur Lage der Nation vor rund zwei Wochen gegen die rechtliche Gleichstellung von Lebensgemeinschaften Homosexueller ausgesprochen. Er strebe eine entsprechende Verfassungsordnung an, sagte Bush. (APA)

4.2.2004 21:26