ETA droht erneut: Anschläge auf Ferienorte in Planung!
- Tourismus-Hochburgen wie 2003 zum "Kriegsgebiet" erklärt
Die baskische Untergrundorganisation ETA hat mit neuen Anschlägen in spanischen Feriengebieten gedroht. Die Terroristen hätten wie schon im Vorjahr entsprechende Schreiben verschickt, sagte der spanische Innenminister Acebes am Mittwoch in Oviedo. Die Drohbriefe richteten sich gegen touristische Einrichtungen im ganzen Land.
Vorigen Sommer hatte die ETA die Ferienorte Spaniens zum "Kriegsgebiet" erklärt und bei einer Serie von Attentaten auf Strandhotels und Flughäfen mehrere Menschen verletzt. Nach einer Reihe Polizeierfolgen gilt die Separatistenorganisation derzeit als äußerst geschwächt. Erst vor zwei Monaten war ihr mutmaßlicher Anführer Gorka Palacios (29) in Frankreich gefasst worden. Er soll inzwischen in der ETA-Hierarchie ersetzt worden sein.
"Die ETA verübt nicht noch mehr Attentate, weil sie dazu nicht in der Lage ist", sagte Acebes. In einer Erklärung hatte die Organisation sich Stunden zuvor erneut zu einem Dialog über die "Lösung des Baskenkonflikts" bereit erklärt. Der Innenminister wies dies als Augenwischerei zurück. "Die einzige ETA-Erklärung, auf die wir Spanier warten, ist die über ihre Selbstauflösung."
Mit ihrer jährlichen "Sommerkampagne" will die ETA den Tourismus als wichtigsten Wirtschaftszweig Spaniens in die Knie zwingen. Dies ist ihr in mehr als 20 Jahren aber nicht gelungen. Vielmehr ist die Zahl der Urlauber stetig gestiegen. Seit 1979 haben die Terroristen mehr als 100 Bombenanschläge in Ferienorten verübt. Zwar wurden dabei Touristen verletzt, aber noch nie getötet. Die Autobombenattentate im vorigen Sommer richteten sich gegen Strandhotels in Alicante, Benidorm oder Getxo im spanischen Baskenland sowie gegen den Flughafen der Küstenstadt Santander.
In Frankreich wurde einer der am längsten aktiven mutmaßlichen ETA-Terroristen gefasst. Antonio Zurutuza Sarasola werden mehrere Morde in den 80er Jahren vorgeworfen. Er war bereits 2002 festgenommen, wegen mangelnder Beweise aber wieder auf freien Fuß gesetzt worden. (APA)
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