Fischer schreibt Schwarzenegger: "Auf Todesstrafe verzichten"
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- Todesstrafe ein "inhumanes Relikt"
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SP-Präsidentschaftskandidat Heinz Fischer hat den kalifornischen Gouverneur Arnold Schwarzenegger in einem Brief aufgefordert, als "Gouverneur eines großen amerikanischen Staates" ein Zeichen zu setzen und auf die Verhängung der Todesstrafe zu verzichten. "Ich bin gemeinsam mit Politikern aller im österreichischen Parlament vertretenen Parteien ein überzeugter Gegner der Todesstrafe. Die Todesstrafe ist ein inhumanes Relikt aus einer früheren Phase der gesellschaftlichen Entwicklung", heißt es in dem Brief vom 3. 2.
Der Zweite Nationalratspräsident wies in dem Schreiben darauf hin, dass es zu Beginn des 20. Jahrhunderts weltweit nur drei Staaten ohne Todesstrafe gegeben habe. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts sei die Todesstrafe in allen Mitgliedsstaaten des Europarates - mit zwei Ausnahmen - abgeschafft worden, und auch weltweit habe die überwältigende Mehrheit aller demokratischer Staaten die Todesstrafe abgeschafft.
Fischer zeigte sich überzeugt, dass auch in den USA oder in China der Tag kommen werde, wo die Todesstrafe der Vergangenheit angehören wird. "In Europa würde das große anerkennende Aufmerksamkeit finden und auch in den USA wird das von sehr vielen als ein neues und wertvolles Kapitel in der amerikanischen Justizgeschichte betrachtet werden", so Fischer in dem Schreiben an den aus der Steiermark stammenden Ex-Filmstar.
(apa)
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