Nach blutigem Terror: Irakische Kurdenparteien wollen enger zusammenarbeiten
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Als Reaktion auf die beiden Selbstmordanschläge in der nordirakischen Stadt Arbil wollen die beiden rivalisierenden kurdischen Parteien ihre Zusammenarbeit festigen und ihr Autonomiebestreben intensivieren. Dies sicherten sich die Parteiführer der Demokratischen Partei Kurdistans (KDP) und der Patriotischen Union Kurdistans (PUK), Massud Barzani und Jalal Talabani, am Montag in Briefen zu.
US-Zivilverwalter Paul Bremer versprach den örtlichen Behörden Hilfe bei der Suche nach den Verantwortlichen für die Anschläge. Die Zahl der Opfer stieg auf 67, die der Verletzten auf 267, wie die US- Streitkräfte mitteilten.
Die nahezu gleichzeitig ausgeführten Anschläge richteten sich gegen die Büros von KDP und PUK. Die Parteiführer Barzani und Talabani waren zum Zeitpunkt der Anschläge nicht in Arbil.
Barzani schrieb an seinen Kollegen Talabani: "Diese Terroranschläge richten sich gegen die Einigkeit unserer Regierung, auf die wir uns verständigt haben. Die Terroristen müssen begreifen, dass ihre Anschläge uns in unserem Kampf nicht schwächen." Talabani schrieb zurück: "Wir müssen ernsthafter auf die Einheit unserer Regierung hinarbeiten. Wir werden zusammenarbeiten, um in einem demokratischen, föderalen Irak zu leben."
Die traditionell verfeindeten Kurdenparteien teilen sich die Macht im Nordirak. Die KDP ist mehr ein konservativer Stammesverband unter der Autorität der Barzani-Sippe als eine politische Partei. Die PUK rekrutiert ihre Anhänger vor allem in den gebildeten städtischen Mittelschichten. In überaus verlustreichen Auseinandersetzungen zwischen den beiden rivalisierenden Verbänden wurden in den neunziger Jahre noch Zehntausende getötet.
(apa)
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