Mittwoch, 28. Jänner 2004

Das 1. Interview nach der Scheidung mit Happy End

  • Überraschend: Waffenstillstand im Rosenkrieg

Andrea Fendrich, exklusiv: Ihr erstes Interview zur Scheidung: Wie sie die letzten Wochen erlebte, warum sie schwieg, wie sie die Versöhnung mit Rainhard schaffte.

Mit dem Affenzahn, mit dem sie ihre einvernehmliche Scheidung vergangenen Donnerstag durchzogen, verblüfften die bis vor kurzem noch im heftigen Rosenkrieg befindlichen Fendrichs die Öffentlichkeit genauso wie mit den plötzlich wieder sanften Tönen.

Geheime Blitzscheidung. Zerknirscht hatte Rainhard Fendrich am Tag nach dem besiegelten Waffenstillstand zur Pressekonferenz in die Interspot-Studios gerufen und war wieder einmal freiwillig vor ausgerechnet jene „gierige Medien-Meute“ getreten, die er noch kurz zuvor der Mittäterschaft bezichtigt hatte. Aber nicht dem Voyeurismus wolle er durch ein öffentliches Schuldbekenntnis Genüge tun, sondern lieber höflich Bitte sagen: „Andrea und ich wollen den ernsthaften Versuch machen, aus einer kaputten Ehe eine stabile Freundschaft zu machen. Und das geht nur mit Ihrer Mithilfe. Geben Sie uns bitte diese Chance!“

Seinem Freund und Interviewer Dieter Chmelar hatte Fendrich vorsorglich den Zutritt verwehrt – mit den Worten: „Wie schön, dass man Freunde hat, die sich über viele Jahre Zutritt zur Seele verschafft haben und genau zum richtigen Zeitpunkt im Moment des größten Schmerzes und der Verwundbarkeit mit einem Kamerateam zur Seite sind, um behilflich zu sein. Leider mussten wir auch erkennen, dass viele unserer Freunde nie welche waren. Leider trug keiner von ihnen verräterische Namen wie Judas, Jago oder Kassandra.“

Dieter (Chmelar), der wohl gemeint war und in dessen ATV+-Interview Fendrich den Rosenkrieg eskaliert hatte, nimmt den öffentlichen Liebesentzug gelassen: „Ich kann bestätigen, dass Rainhard Fendrich beim Interview erstens zurechnungsfähig und zweitens über 18 war.“

Der geheime Friedensbote. Noch bis vor kurzem hatten Insider einer friedvollen Scheidung nach einer privaten Schlammschlacht, die man in Österreich nur nach ehrfürchtiger Lektüre deutscher Boulevardblätter erahnt, dieselbe Chance wie Richard Lugner auf den Wirtschaftsnobelpreis gegeben. Doch dann war das Wunder geschehen. Ein Friedensbote war zwischen die Streitparteien und Anwälte getreten und bot seine Dienste an.

Dabei handelt es sich um Starregisseur Kurt Pongratz (z. B. Harald Schmidt Show), seit 15 Jahren ein guter Freund der Familie. Er hatte, zum Äußersten entschlossen, zum Telefonhörer gegriffen und Andrea und Rainhard an einen Tisch in seinem Haus in Maria Enzersdorf überredet.

Drei Stunden dauerte der Friedensgipfel vergangenen Mittwoch. Und er bedurfte einer Vorbereitung wie Gespräche zwischen Sharon und Arafat: Zwei Wochen lang telefonierte Pongratz täglich 1,5 Stunden mit dem einen, dann 1,5 Stunden mit dem anderen. Sogar nächtens war die Help- und Hotline offen.

Pongratz: „Als die beiden sich erstmals nach über fünf Monaten bei mir trafen, mussten sie beide lächeln. Es war ihnen große Erleichterung anzumerken.“ Man ließ Luft ab. Andrea: „Wir waren beide richtig nervös vor diesem Treffen. Aber es brachte die Lösung. Ich bin sehr dankbar. Ich habe Rainhard beide Hände gereicht.“

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Das NEWS-Exklusiv-Interview mit Andrea Fendrich: „Ich habe Rainhard beide Hände gereicht“

28.1.2004 16:51