Ski-Boom: Fischer liegt schon jetzt über den Planzahlen
- Geschäftsführer geht von mehr als 10 % Umsatzwachstum aus
- Auch Blizzard und Rossignol konnten ihre Umsätze steigern
Einen Monat vor Ende des Geschäftsjahres hat der Wintersportartikelhersteller Fischer aus Ried am Inn die selbst gesetzten Planzahlen schon überschritten. "Was jetzt noch möglich ist, wird das Sahnehäubchen sein", sagte Fischer-Geschäftsführer Gregor Dietachmayr auf der Münchener Sportartikelmesse Ispo.
Geplant hatte das Unternehmen für das noch bis Ende Februar laufende Geschäftsjahr unter anderem den Absatz von 1,37 Millionen Paar Ski (darunter 590.000 Paar Langlaufski), 250.000 Bindungen und 270.000 Paar Skischuhen, darunter 20.000 Paar eines neu entwickelten Alpin-Skischuhs.
Der Umsatz sollte nach Plan von 120 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2002/2003 auf 130 Millionen Euro im laufen steigen, dürfte aber wegen des Wachstums "jenseits der Zehn-Prozent-Marke" (Dietachmayr) übertroffen werden. Der Fischer-Geschäftsführer kündigte an, die Zahl der Mitarbeiter des Unternehmens in Österreich von derzeit 700 um weitere 50 aufzustocken. Die neuen Mitarbeiter sollten ausnahmslos im Kerngebiet Wintersport eingesetzt werden, sagte Dietachmayr.
Im Bereich der Langlaufski setzt Fischer wachsende Erwartungen in die Märkte Russland und die anderen Länder der ehemaligen Sowjetunion. Bei einem Absatz von 600.000 Paar Langlaufski im Jahr könnten Importeure mit einem Anteil von 40.000 bis 45.000 rechnen, sagte der zuständige Bereichsleiter Franz Föttinger. Fischer hat nach Föttingers Angaben in diesem Geschäftsjahr bereits über 600.000 Paar Langlaufski verkauft, das sind 30.000 Paar mehr als im Vorjahr. Damit ist das Unternehmen nicht nur Marktführer, sondern verkauft nach eigenem Angaben so viel Langlaufski wie die drei nächstplazierten Wettbewerber zusammen.
Blizzard mit Zuwächsen
Deutliche Zuwächse bei der Produktion und beim Umsatz hat der Alpinski-Hersteller Blizzard Sport GmbH gemeldet. Bis Januar waren nach Unternehmensangaben bereits 270.000 Paar Ski unter dem Markennamen Blizzard sowie weitere 50.000 in Auftragsproduktion abgesetzt. Für das noch bis Ende März laufende Geschäftsjahr könnte die Marke von 340.000 Paar durchaus erreicht werden, sagte Unternehmenssprecherin Andrea Mittermair. Im Geschäftsjahr 2002/2003 war die Blizzard-Produktion auf 310.000 Paar Alpinski nach 320.000 im Vorjahr abgesunken. Außerdem verkaufte Blizzard in der laufenden Saison 6.000 Snowboards (Vorjahressaison: 4.500).
Rossignol steigert Umsatz
Der weltweit führende Wintersportartikel-Hersteller Rossignol ist vor allem dank der gestiegenen Nachfrage nach Alpinski und nach Soft-Skischuhen auf Wachstumskurs. Im Geschäftsjahr 2003/04 (31. März) steige der Umsatz im Gesamtkonzern voraussichtlich um fünf Prozent auf 510 Millionen Euro, sagte Deutschland-Geschäftsführer Helmut Bälz. "In Deutschland versaut der Preiskampf leider auch in diesem Jahr unsere Geschäfte."
Im Wintersport geht der Trend derzeit weg von den Snowboards zurück zu den Alpin-Skiern, die vor allem als breitere Bretter verkauft werden, die auch im Tiefschnee gut laufen. Weltweit steige der Ski-Absatz der Rossignol SA (Voiron) im laufenden Geschäftsjahr um etwa vier Prozent auf 1,25 Millionen Stück, sagte Bälz. Bei Skischuhen werde der Absatz wegen der neuen, besonders leichten Schuhe um voraussichtlich zehn Prozent auf 840.000 Paar steigen. Schwieriger sei dagegen der Markt für Snowboards, Rossignol werde etwa 200.000 Stück verkaufen. In früheren Jahren waren es mehr als 230 000 Boards gewesen.
(apa/red)
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