Freitag, 30. Jänner 2004

Im Aufwind: US-Wirtschaft wuchs 2003 um 3,1%

  • BIP-Wachstum im vierten Quartal weniger stark als erwartet

Die US-Wirtschaft ist 2003 real um 3,1 Prozent gewachsen, nach 2,2 Prozent im Vorjahr. Der robuste Aufschwung, der sich im 3. Quartal abzeichnete, hat allerdings zum Jahresende an Schwung verloren. Das BIP legte im 4. Quartal mit einer hochgerechneten Jahresrate von 4 Prozent zu, nach 8,2 Prozent in den drei Monaten davor. Diese erste Schätzung gab das Handelsministerium am Freitag bekannt.

Volkswirte hatten mit rund 5 Prozent Wachstum im 4. Quartal gerechnet. Für 2004 trauen Experten der US-Wirtschaft ein Wachstum von bis zu 5 Prozent zu.

Das Ministerium führt die Konjunkturerholung des vergangenen Jahres vor allem auf steigende Verbraucher- und öffentliche Ausgaben zurück. Besonders die Produktion von Hard- und Software zog an. Die Notenbank hält die Leitzinsen seit Juni vergangenen Jahres auf einem Rekordtief von einem Prozent. Erst am Mittwoch hatte die Notenbank durchblicken lassen, dass sie es mit einer Zinserhöhung nicht eilig habe. Insgesamt betrug das BIP im vergangenen Jahr rund elf Billionen Dollar.

Die Verbraucher hielten sich in der Vorweihnachtszeit 2003 stärker als erwartet zurück, nachdem das 3. Quartal bei den Verbraucherausgaben einen so starken Zuwachs wie seit 17 Jahren nicht mehr gebracht hatte. Der private Konsum, der gut zwei Drittel der amerikanischen Wirtschaft trägt, zog um 2,6 Prozent (Jahresrate) an, nach 6,9 Prozent in den drei Monaten davor.

Die Autoverkäufe gingen zurück, dafür bauten die Händler ihre Lagerbestände aus. Unternehmer investierten auf Jahresbasis 6,9 Prozent mehr, sowohl für den Ausbau von Fabriken als auch Hard- und Software. Im Quartal davor lag der Zuwachs bei 12,8 Prozent.

Obwohl das vierte Quartal schwächer ausfiel als erwartet, bezeichneten Volkswirte das Wachstumstempo allerdings als weiterhin beachtlich. Die wirtschaftliche Erholung der weltgrößten Volkswirtschaft schreite ungebrochen voran. (APA)

30.1.2004 16:05