Freitag, 30. Jänner 2004

Neuer Höchststand: Arbeitslosigkeit im Jänner erneut gestiegen

  • Rekordzahlen in Wien, plus 10 Prozent in der Bundeshauptstadt
  • Salzburgs WK-Präsident sagte: Jugendliche zu faul für Arbeit

Die Arbeitslosenzahlen haben im Jänner nach vorläufigen Zahlen einen neuen Höchststand erreicht. Bis Stand 28. Jänner waren rund 312.448 Menschen arbeitslos gemeldet, um 8.772 oder 2,9 Prozent mehr als im Jänner 2003.

Am stärksten zugenommen hat die Arbeitslosigkeit im Jahresabstand laut den der APA vorliegenden Zahlen in Wien: sie stieg um 10 Prozent auf rund 94.515.

Aus der Steiermark hatte es bereits gestern erste Zahlen gegeben: Dort hat sich die Situation am Arbeitsmarkt leicht entschärft, die Zahl der Arbeitslosen sank um 4 Prozent auf 46.513. Rückgänge gab es bis Wochenmitte auch im Burgenland (-0,6 Prozent auf 12.588) sowie in Kärnten (-2,1 Prozent auf 25.663) und in Oberösterreich (-1 Prozent auf 36.240). Einen Anstieg gab es dagegen in Vorarlberg (+6,3 Prozent auf 9.284), in Salzburg (+4,1 Prozent auf 14.320) in Niederösterreich (+2,8 Prozent auf 55.260) und in Tirol (+2,6 Prozent auf 18.065).

Bereits Anfang dieser Woche hatte die Arbeiterkammer vor insgesamt 350.000 Jobsuchenden im Jänner gewarnt (siehe Kasten). In den offiziellen Arbeitslosenstatistiken, auf die sich auch die oben genannten vorläufigen Zahlen beziehen, sind die rund 40.000 Teilnehmer an Schulungen nicht enthalten. (APA/Red.)

30.1.2004 11:36