Libro sieht schwarz: Ein Jahr nach dem Konkurs wieder Gewinne
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Libro macht ein Jahr nach dem Konkurs wieder Gewinne. Jetzt geht die Handelskette mit innovativen Konzepten in die Offensive. Die Libro-Bosse Martin Waldhäusl (Bild) und Werner Weber sorgten nach nur einem Jahr wieder für schwarze Zahlen.
Libro-Boss Martin Waldhäusl (36) weiß davon
ein Lied zu singen: Familienbande können manchmal ganz schön erdrückend sein. Denn als der unter heimischen Wirtschaftstreibenden als unbekannte Größe gehandelte gelernte Jurist vor etwas mehr als einem Jahr in die Chefetage des Buch- und Papierriesen Libro gehievt wurde, war ausschließlich ein Umstand über seine Qualifikation bekannt: Schwiegersohn des gut betuchten Industriellen Josef Taus zu sein.
Der zu den Großkalibern der heimischen Wirtschaft zählende ehemalige ÖVP-Obmann Taus hatte kurz zuvor gemeinsam mit Partnern den unter Ex-"Mister Libro" André Rettberg in die Pleite geschlitterten Konzern zum Schnäppchenpreis von fünf Millionen Euro übernommen. Der Ehemann von Taus-Tochter Renate galt damals bloß als Übergangskandidat für den schwierigen Libro-Job.
Waldhäusl ist allerdings bis zum heutigen Tag Libro-Boss geblieben. Gemeinsam mit seinem Kogeschäftsführer Werner Weber zieht er - rechtzeitig zum bevorstehenden 71. Geburtstag von Libro-Miteigentümer Taus am 8. Februar - seine erste Bilanz. Und die kann sich durchaus sehen lassen:
Entspannt zurücklehnen können und wollen sich die beiden Libro-Bosse allerdings deshalb noch lange nicht. Im Gegenteil. Waldhäusl: "Die Sanierung ist noch nicht abgeschlossen." In der Guntramsdorfer Zentrale des Buch- und Schreibwarenfilialisten wird daher gerade mit Hochdruck an einer Generaloffensive gearbeitet.
Dass Libro-Boss Waldhäusl die Trendwende geschafft hat, zeigt sich nicht zuletzt beim Personalstand. Allein im vergangenen Jahr wurden rund 100 neue Arbeitsplätze geschaffen. Und bei Betrachtung der ehrgeizigen Pläne sollte die Zahl der Mitarbeiter - derzeit 1.400 - noch einmal kräftig ansteigen.
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