Donnerstag, 29. Jänner 2004

Deutsche Journalisten: Streiks gingen am Wochenende weiter

  • 1.200 Mitarbeiter in 70 Redaktion im Ausstand
  • Ab Montag "flexible Streik-Taktik" angekündigt

Im Tarifkonflikt bei den Tageszeitungen sind die Streiks am Wochenende unvermindert fortgesetzt worden. Es befänden sich weiterhin etwa 1.200 Mitarbeiter in 70 Redaktionen im Ausstand, sagte am Sonntag ein Sprecher der Deutschen Journalisten-Union (dju) in der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di.

Beim Verband der Zeitungsverleger (BDZV) hieß es, einige Zeitungen, die Donnerstag und Freitag nur mit verminderter Auflage erschienen waren, seien am Samstag wieder in vollen Umfang auf den Markt gekommen.

Schwerpunkt der Aktionen sind den Angaben zufolge Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bremen, Rheinland-Pfalz und das Saarland. Von Montag an soll es eine "flexible Streik-Taktik" geben, bei der die Verleger nach ver.di-Angaben täglich mit "Überraschungen" rechnen müssen.

In der sechsten Verhandlungsrunde für die rund 14.000 Redakteure an den Tageszeitungen am vergangenen Mittwoch hatte der BDZV sein bisheriges Angebot modifiziert. So soll das Urlaubsgeld nur noch auf 80 statt auf 75 Prozent eines Monatsgehalts verringert werden.
Die Zahl der Urlaubstage soll von 35 auf 30 gekürzt werden, für ältere Redakteure über 50 Jahre soll es aber 32 Urlaubstage geben. Während die Arbeitgeber frühestens am 16. Februar weiterverhandeln wollen, streben die Journalistenvertreter einen früheren Termin an. (APA/Red.)

29.1.2004 19:01