384 Mio. Minus: Autobauer Opel 2003 mit Verlusten
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Der deutsche Autobauer Opel hat im vergangenen Jahr einen Betriebsverlust von 384 Mio. Euro eingefahren. Die ursprünglichen Pläne von Opel-Vorstandschef Carl-Peter Forster, 2003 wieder in die schwarzen Zahlen zu kommen, sind damit gescheitert. Gründe dafür seien die Kaufzurückhaltung der deutschen Kunden sowie negative Wechselkurseinflüsse, die die Bilanz im dreistelligen Millionenbereich belasteten.
Der Umsatz ist um 6,3 Prozent auf 13,9 Mrd. Euro eingebrochen. Europaweit habe Opel rund 1,57 Millionen Fahrzeuge verkauft, 0,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Nach vier Verlustjahren will die General-Motors-Tochter 2004 wieder profitabel werden, sagte Opel-Vorstandschef Carl-Peter Forster.
"Von dem Ziel der Rentabilität ist Opel weit abgekommen", sagte der Autoexperte Jürgen Pieper vom Frankfurter Bankhaus Metzler. "Auf der Kostenseite wurde halbherzig gespart, auf der Produktionsseite halbherzig investiert." Zudem sei das Ergebnis von der komplizierten Rechnungslegung bei der deutschen Tochter von General Motors belastet.
In der Opel-Bilanz werden die Kosten für die Entwicklung neuer Modelle voll einbezogen, Opel erhält aber für die im Ausland verkauften Fahrzeuge von GM nur eine Lizenzgebühr von 1 Prozent. Opel-Chef Forster hat daher angekündigt, von diesem Jahr an Deutschland nicht mehr getrennt in der Bilanz auszuweisen, sondern nur noch europaweite Zahlen zu veröffentlichen.
Der neue Astra, der im Frühjahr auf den Markt kommt, wird nach Ansicht der Experten über das Ertragsziel 2004 entscheiden. Opel will nach eigenen Angaben in diesem Jahr wieder in die Gewinnzone vorstoßen. Seinen Marktanteil in Deutschland will der Autohersteller mit Hilfe des Astra von zuletzt 10,3 Prozent erhöhen und schneller wachsen als der Markt. Beim Kostensparen soll das neue Arbeitszeitmodell der 30-Stunden-Woche im Stammwerk Rüsselsheim helfen. Damit könnte Opel nach Brancheneinschätzung bis Ende 2004 rund 30 bis 40 Mio. Euro einsparen. (APA/Red.)
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