Donnerstag, 29. Jänner 2004

Einkaufs-Check beweist: Mehl wurde um 25,3% teurer!

  • Preis-Vergleich bei 400 Produkten von Oktober 2002 bis Jänner 2004
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Dass der Euro alles teurer gemacht hat, belegt jetzt ein neuer Preis-Check der Arbeiterkammer: Im Zeitraum von Oktober 2002 bis Jänner 2004 wurden 400 Produkte - und die Preisentwicklung - beobbachtet. Ergebnis: Lebensmittel sind empfindlich teurer geworden! Tiefer ins Börsel greifen muss man vor allem für Alltagsware wie z.B. Waschmittel (+37,6%!), Grundnahrungsmittel wie Mehl (+25,3%), Salz (+32,6%) oder Reis (+30,3%).

Der Euro ist auch in Kärnten ein "Teuro"! Das ergab ein Preisvergleich der Arbeiterkammer von insgesamt 400 Produkte in 12 Lebensmittelgeschäften und Drogerien in Klagenfurt. Dabei hat die AK in den letzten zwei Jahren Preiserhöhungen bis zu 4,6% festgestellt.

Die Preiserhebungen der AK bestätigen Vermutungen der Konsumentenschützer: Supermärkte hielten sich unmittelbar nach der Einführung des Euro mit Erhöhungen zurück. Dafür haben sie aber im Jahr 2003 bei Lebensmitteln und Drogeriewaren kräftig zugeschlagen.

Bei vergleichbaren Produkten wurden von Oktober 2002 bis Jänner 2004 Preissteigerungen von durchschnittlich 2,4% festgestellt. In einzelnen Geschäften wurden im Schnitt aber auch Erhöhungen bis zu 4,6%registriert.

Am stärksten stiegen die Preise
+ bei Waschmitteln (37,6%),
+ Salz (32,6%),
+ Reis (30,3%),
+ Mehl (25,3%) und
+ Windeln (25%).
+ Auch Getränke wie Mineralwasser sind um über 20% teurer geworden.
+ Seife kostet fast ein Drittel mehr bezahlen,
+ Schokolade wurde um fast 17% teurer,
+ Toastbrot um gut 10%.

Supermarkt-Vergleich bei Teuerung
+ 4,62% betrug die Preissteigerung bei BIPA (43 verglichene Produkte).

+ 4,18% betrug die Preissteigerung bei Billa (50 Produkte),

+ 4,02% betrug die Preissteigerung bei Mondo (44 Produkte).

Obwohl die Inflationsrate mit 1,3 Prozent niedrig ist, haben die Konsumenten das berechtigte Gefühl, dass vieles teurer geworden ist. Das liegt laut Arbeiterkammer daran, dass im Warenkorb, auf dessen Basis die Inflation errechnet wird, nicht nur Artikel des täglichen Bedarfs sondern auch Produkte wie Haushaltsgeräte, Computer oder Reisen enthalten sind, die einem starken Preisverfall unterliegen. Daher ist der jetzige allgemeine Warenkorb nach Ansicht der Arbeiterkammer kein genauer Maßstab zur Ermittlung der Preisentwicklung bei Produkten, die für die Grundversorgung notwendig sind.

"Wir fordern daher die regelmäßige Veröffentlichung eines Warenkorb, der nur mit Gütern des täglichen Bedarfs bestückt ist und damit die tatsächliche Belastung für die Konsumenten durch Preiserhöhungen korrekt darstellt", verlangt AK-Präsident Günther Goach. (APA)

29.1.2004 10:53