VA Tech-Anteile: Kovats-Gruppe geht auf 11,67% zurück
- Rote Zahlen: VA Tech-Nettoergebnis auch 2003 negativ
- Mirko Kovats trat im Dezember als Aufsichtsratsvize zurück
Entgegen bisherigen Ankündigungen hat der Industrielle Mirko Kovats seine über die Victory Industriebeteiligung AG mit Partnern gehaltenen Anteile an dem börsenotierten Linzer Anlagenbauer VA Tech zurück gefahren. Wie VA Tech am Mittwoch ad hoc mitteilte, wurde die Beteiligung von 15,03 auf 11,67 Prozent reduziert. Die Staatsholding ÖIAG ist damit wieder mit ihrem 15 Prozent-Anteil größter VA Tech-Einzelaktionär.
Der österreichische Industrielle Mirko Kovats denkt laut eigenen Angaben aber nicht daran, aus der VA Tech auszusteigen. "Unsere strategische Beteiligung bleibt selbstverständlich aufrecht", sagte Kovats auf Anfrage zur APA und bestätigte: "Wir haben über die Börse verkauft." Zum aktuellen Börsenkurs ist das abgestoßene 3,36-prozentige Aktienpaket gut 16 Mio. Euro wert. Zu den Gründen des jetzigen Anteilsverkaufs hielt sich der Industrielle bedeckt.
Gefragt, ob es zu einer Aufstockung in absehbarer Zeit kommen könnte, meinte Kovats: "Alles ist möglich." Es sei nicht ausgeschlossen, dass VA Tech-Aktien bereits in den nächsten Tagen wieder zugekauft würden. Bis zur Schwelle von 20 Prozent, wie Kovats anmerkte. Nach den Konzernstatuten der VA Tech löst ein Überschreiten dieser Marke bekanntlich ein Pflichtoffert an die übrigen Aktionäre aus.
Der Industrielle war zusammen mit Partnern im Frühjahr 2003 mit 19,05 Prozent bei VA Tech eingestiegen. Gekauft wurde damals das von dem Linzer Stahlkonzern voestalpine gehaltene Aktienpaket, für das rund 70 Mio. Euro flüssig gemacht wurden. Nachdem die Peter Pühringer Privatstiftung ihre Anteile veräußert hat, ist der Anteil der Victory an VA Tech auf 15,03 Prozent gesunken.
ÖIAG damit wieder größter Einzelaktionär
Der Anteilsverkauf durch die Kovats-Gruppe kam überraschend. Zuletzt hatte es wiederholt Andeutungen aus Marktkreisen gegeben, Kovats wolle die VA Tech zur Gänze übernehmen.
Die Kovats-Gruppe war über die Victory bisher größter Einzelaktionär der VA Tech, nachdem die Staatsholding ÖIAG im vergangenen Sommer ihre Beteiligung von 24 auf 15 Prozent reduziert hatte. Der 15 Prozent-Anteil der ÖIAG steht allerdings auf Abruf, laut dem Privatisierungsauftrag der Bundesregierung ist die Beteiligung nämlich bis 2006 komplett zu privatisieren. (APA/Red.)
Cannes21:21
Zweite Goldene PalmeMichael Haneke gewinnt mit "Amour" den Hauptpreis bei den Filmfestspielen
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben


