Parmalat Austria: Bilanzen mit virtuellen Geschäften verschönert
- Guthaben auf gesperrten Konten des Unternehmens liegt bei 1,5 Millionen Euro
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Die Wiener Parmalat Austria GmbH hat offenbar die Bilanzen ihres italienischen Mutterkonzerns Parmalat Italia verschönert. In Wien seien "mehrere virtuelle Geschäfte und Beteiligungsverkäufe abgewickelt worden, die ebenso virtuelle Gewinne gebracht haben
So wird der mit den Erhebungen betraute Wiener Staatsanwalt Erich Müller in der Mittwochausgabe der Tageszeitung "Der Standard" zitiert.
Das Guthaben auf den gesperrten Konten des Unternehmens dürfte bei 1,5 Millionen Euro liegen. Der Geschäftsführer von Parmalat Austria, Alexander Walther, könne offenbar nicht viel zur Aufklärung beitragen, so die Zeitung weiter. Walthers Einvernahme habe ergeben, dass er die Italiener von Parmalat überhaupt nie gesehen habe.
Tatsächlich leite der 34jährige Jurist hauptberuflich die Österreich-Niederlassung von TMF. Dabei handle es sich um ein niederländisches Unternehmen, das europaweit Management-Services anbietet und - wie im Fall Parmalat - auch Geschäftsführer vor Ort bereitstelle.
Walther, der eine Menge solcher Geschäftsführer-Mandate innehabe, wisse über Parmalat nichts und habe quasi nur die Geschäftsschilder montiert, so einer der Ermittler zur Zeitung. (apa)
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