Ski alpin: ÖSV-Damenteam durch Hosp-Ausfall weiter geschwächt
- Mandl: "Tragisch, damit hat es Pärson um einiges leichter"
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Nur ein "halbes" Speed-Debüt hätte Niki Hosp diese Woche in Haus/Ennstal gegeben. Schwerer als dass die verletzte Tirolerin nun am Sonntag nicht wie Elisabeth Görgl Vorläuferin im Super G spielen kann, wiegt aber, dass der Knöchelbruch von Hosp gleichbedeutend ist mit dem bereits sechsten Saisonausfall im ÖSV-Weltcupteam. "Damit wird es für Anja Pärson um einiges leichter", sieht auch Damenchef Herbert Mandl die Felle schön langsam davon schwimmen.
Evelyne Rohregger, Kerstin Reisenhofer, Christine Sponring, Karin Truppe, Selina Heregger und jetzt auch noch Hosp: Fast eine halbe Mannschaft muss Mandl mittlerweile im Weltcup vorgeben. Mit Hosp hat Renate Götschl zudem die wohl wichtigste Adjutantin im Kampf gegen Pärson verloren. Die Bichlbacherin war die einzige, die Schwedens Seriensiegerin in dieser Saison im Slalom besiegt hat.
Grippe und Verkühlungen
"Der Ausfall von Niki ist wirklich tragisch. Sie geht uns jetzt im Riesentorlauf extrem ab und im Slalom kann jetzt nur noch Marlies Schild Pärson wirklich zusetzen", sorgte sich Mandl vor dem Speed-Triple von Freitag bis Sonntag in Haus. "Das Positivste ist, dass die Verletzung von Niki relativ glimpflich ist." Und als ob ein Unglück allein nicht reichen würde, sind mit Dorfmeister, Rumpfhuber und Wirth einige starke Läuferinnen auch noch verkühlt. Silvia Berger fällt wegen Grippe für die Krummholz-Abfahrten überhaupt aus, damit kann nicht einmal das volle Kontingent ausgenützt werden.
Götschl muss Vorsprung heraus fahren
Die steirische Speed-Queen Götschl muss nun diese Woche noch mehr trachten, die 105 Punkte voran liegende Pärson nicht nur wieder von der Weltcupspitze zu verdrängen sondern auch einen möglichst großen Vorsprung auf die Schwedin heraus zu fahren. Ein gutes Zeichen ist, dass die Obdacherin bei ihren Heimrennen immer gut abgeschnitten hat.
Am Mittwoch Abfahrts-Training
Bei den bisher letzten Haus-Rennen vor drei Jahren gewann Götschl die Abfahrt und wurde im Super G Dritte. Nun stehen beim Comeback gleich zwei Abfahrten (Freitag/Samstag) und ein Super G (Sonntag) auf dem Programm. Schon einen Tag nach dem Herren-Nachtslalom im benachbarten Schladming steht am Mittwoch (12.30 Uhr) das erste Training auf der Krummholz-Abfahrt auf dem Programm. Die klassische Abfahrt ist nach einem radikalen Umbau breiter geworden, mit 3.107 m aber eine der längsten im Weltcup.
Angst vor Neuschnee
Rennleiter Mathias Hartl glaubt aber nicht, dass die Strecke "leichter" geworden ist. "Sie ist nicht mehr so schnell, hat aber dafür mehr lang gezogene Kurven", so Hartl, der mit Zeiten um 1:45 Minuten rechnet. Trotz Neuschnee ist die Piste hart und griffig. Einzige Sorge: "Ich hoffe, wir bekommen nicht zu viel Neuschnee."
(apa/red)
