Preisgeld-Kuchen: Jukic will im "Big Apple" naschen
- In NY soll Sprung unter Top Drei im Kurzbahn-Weltcup gelingen
- Bruder Dinko Jukic und Julia Lewandowski erstmals mit dabei
Im Kurzbahn-Weltcup nähert sich der große Zahltag und Mirna Jukic will nach dem Finale in der nächsten Woche in Rio de Janeiro möglichst ganz weit oben auf der Auszahlungsliste stehen. Während des Events in Brasilien wird die Wienerin zwar längst in einem Trainingslager in Florida ihre Bahnen ziehen, doch sie möchte sich bereits am Freitag und Samstag (Finali jeweils ab 24:00 MEZ) in New York fest an der Spitze der traditionellen Winter-Serie verankern. Derzeit ist Jukic bei den Damen Fünfte, wobei ein Top-Drei-Platz absolut in Reichweite liegt.
In den vergangenen Tagen war bei der Doppel-Europameisterin die Vorfreude auf den Trip in den "Big Apple" sowie auf das unmittelbar anschließende zweiwöchige Camp in einem Freibad und bei Sonnenschein zu spüren. Es ist für die 17-Jährige eine verdiente Abwechslung am Ende einer Kurzbahn-Saison, in der sie mit EM-Gold und -Bronze sowie bisher sechs Weltcup-Siegen stark aufgezeigt hat. Auch auf der siebenten Weltcup-Station soll es mit zumindest einem Erfolg klappen, darauf hat Jukic in den vergangenen eineinhalb Wochen hingearbeitet.
Die Gymnasiastin hat nämlich ihr Pensum seit dem Doppel-Sieg über 100 und 200 m Brust in Berlin reduziert, um bei ihrem letzten Auftritt auf der 25-m-Bahn vor Olympia in Athen frisch und in Hochform zu sein. "Mirna hat jetzt ein bisschen weniger trainiert, ein Mal täglich am Nachmittag 75 Minuten", sagte Trainer-Vater Zeljko Jukic vor dem für Donnerstag Früh gebuchten Abflug in die Staaten. Eine Saison-Bestzeit über 200 m Brust sollte sich für seine Tochter schon ausgehen, vielleicht sogar eine persönliche Bestmarke.
Jukic auf Rekordjagd
2:21,09 Minuten als EM-Siegerzeit von Dublin hat Jukic in diesem Winter bis dato zu Buche stehen. Um nach derzeitigem Stand im Weltcup auf Rang drei vorzurücken, sind zumindest 2:20,95 Minuten nötig. Für Platz zwei sind 2:20,55 und für Position eins 2:19,87 gefordert. Vorausgesetzt natürlich, die Konkurrentinnen der WM-Dritten von Moskau 2002 legen nicht auch noch einen Zahn zu. Zum Vergleich: Jukic' österreichischer Rekord liegt bei 2:20,28, der Europarekord der Schwedin Emma Igelström bei 2:19,64.
Die Gegnerschaft auf den Bruststrecken verspricht in New York hochklassige Rennen. So hat etwa Langbahn-Weltmeisterin Amanda Beard ihre Nennung abgegeben, womit es zur Revanche für die Titelkämpfe in Barcelona kommt. Neben der US-Amerikanerin werden u.a. auch die Deutsche Anne Poleska und die Japanerin Masami Tanaka dabei sein. "Das sind starke Gegnerinnen. Aber es ist gut, dass ich nicht wieder vorne alleine weg schwimmen muss. Ich hoffe, dass ich dadurch auf eine 2:20-er-Zeit komm", meinte Jukic.
Nachwuchsschwimmer erstmals mit dabei
Österreichs Olympia-Hoffnung wird in New York auf allen drei Brust-Distanzen sowie über 200 m Lagen starten. Erstmals beim Weltcup mit dabei ist ihr Bruder Dinko und Klubkollegin Julia Lewandowski. Der 15-jährige wird über 200 und 400 m Lagen antreten, Lewandowski wird sich ebenfalls drei Mal als Brust-Schwimmerin versuchen. "Für die beiden geht es darum, das Ganze kennen zu lernen und Erfahrung zu sammeln", erklärte Zeljko Jukic. Er wird die beiden Nachwuchs-Hoffnungen natürlich auch ins Camp mitnehmen.
(apa/red)
Cannes21:21
Zweite Goldene PalmeMichael Haneke gewinnt mit "Amour" den Hauptpreis bei den Filmfestspielen
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
