Heinz Fischer: "Keine brennenden Themen" in Beziehungen zu Nachbarn
- "Mit Ausnahme der Neutralität" kein Streitpunkt mit Ferrero
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Der Präsidentschaftskandidat Heinz Fischer sieht keine ernsten Probleme in den Beziehungen Österreichs zu den Nachbarländern. "Es gibt keine brennenden Themen. ... Mit weisem Vorgehen kann man ein Stadium erreichen, in dem es keine heiklen Themen gibt", antwortete Fischer in einem Interview mit der tschechischen Tageszeitung "Pravo" auf die Frage, ob er im Präsidentschaftswahlkampf irgendwelche "brennenden Themen" in den Beziehungen zu den Nachbarn erwarte.
Er sei ein großer Befürworter freundschaftlicher Beziehungen mit den Nachbarn. "Alle Österreicher wissen das über mich. Ich hoffe, es wird mir auch helfen, weil vernünftige Leute immer für gute Beziehungen sind", sagte Fischer in Anspielung auf den bevorstehenden Wahlkampf.
Angesprochen auf die Kandidatur von Außenministerin Benita Ferrero-Waldner sagte Fischer, es spiele zweifelslos eine Rolle, dass eine Frau gegen ihn kandidiere. "Dies bedeutet aber nicht, dass außenpolitische Fragen im Vordergrund stehen müssen. Darüber hinaus gibt es keine Themen, über die wir streiten - vielleicht mit Ausnahme der Neutralität", so Fischer.
Auf die Frage, ob auch seine Familie mit über seine Präsidentschaftskandidatur entschieden habe, sagte Fischer, er habe mit ihr sehr ausführlich darüber gesprochen und alles gründlich erwogen. Auch von seiner Ehefrau habe er "ausgesprochene Zustimmung" erhalten. "Ohne sie würde ich das nicht angehen", betonte Fischer.
Gefragt, ob er das nächste Mal als österreichischer Präsident nach Prag komme, sagte Fischer: "Sie müssen bis 25. April Geduld haben, wenn die Wähler entscheiden werden. Ihren Willen kann ich wirklich nicht voraussagen." (apa)
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