Vogelgrippe: Zwei weitere Todesopfer in Thailand und Vietnam
- Schock: Erste Mensch zu Mensch-Infektion?
Die in Asien grassierende Geflügelpest hat zwei weitere Menschen das Leben gekostet. Die Behörden in Vietnam gaben am Montag bekannt, dass Tests bei einem verstorbenen 18-Jährigen eine Infektion mit dem Erreger H5N1 bestätigten. In Thailand starb ein 58-jähriger Mann an dem Geflügelpest-Erreger, wie das Gesundheitsministerium in Bangkok nach einer Autopsie der Leiche mitteilte.
Damit stieg die Zahl der bisher bekannten Todesopfer auf zwölf: In Vietnam verlief die Infektion mit dem Vogelgrippe-Virus bisher bei neun Menschen tödlich, in Thailand erlagen ihr drei Menschen.
Die Geflügelpest grassiert inzwischen in zehn asiatischen Ländern. Millionen Hühner wurden deshalb bereits getötet. Bei Menschen ist die Krankheit bislang nur in Vietnam und Thailand aufgetreten. Die WHO untersucht noch, ob inzwischen auch eine Übertragung des Erregers von Mensch zu Mensch erfolgte: In Vietnam starben zwei Schwestern an der Krankheit, die sich bei ihrem Bruder angesteckt haben könnten.
Aus fünf chinesischen Regionen wurden unterdessen weitere Verdachtsfälle von Geflügelpest bei Hühnern gemeldet. Auch in der entlegenen Provinz Xinjiang im äußersten Nordwesten soll die Krankheit erstmals aufgetreten sein, wie die Behörden mitteilten. Beobachtern zufolge lässt dies auf eine enorme Ausbreitung schließen. Xinjiang liegt mehr als 2.000 Kilometer von der südlichen Region Guangxi entfernt, wo die Seuche in der vergangenen Woche erstmals festgestellt wurde. Eine Bestätigung der fünf jüngsten Verdachtsfälle stand zunächst noch aus.
(apa)
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