Samstag, 31. Jänner 2004

Anschläge im Irak: Insgesamt mind. 12 Menschen getötet

  • Mosul: Autobombe reißt 9 Iraker in den Tod
  • Pachachi spricht von erhöhtem Terror-Risiko

Bei zwei neuen Bombenanschlägen im Irak sind am Samstag mindestens neun Iraker und drei amerikanische Soldaten getötet worden. Die Iraker kamen nach einem Bericht des arabischen TV-Senders El Jazeera bei einer Explosion einer Autobombe in der nordirakischen Stadt Mosul ums Leben. 45 weitere seien verletzt worden. Der Vorsitzende des provisorischen Regierungsrates, Adnan Pachachi, sprach im Zusammenhang mit der bevorstehenden Ankunft eines Teams von UN-Wahlexperten von einem erhöhten Terror-Risiko.

Eine in einem Fahrzeug versteckte Bombe explodierte vor einer Polizeistation in Mosul, der drittgrößten Stadt des Iraks. Augenzeugen sprachen von einem Selbstmordattentäter. Unter den Opfern waren Polizisten und Passanten. Für die Polizisten war am Samstag, dem letzten Tag vor dem mehrtägigen islamischen Opferfest, Zahltag. Deshalb hatten sich besonders viele von ihnen im angegriffenen Gebäude aufgehalten.

Anschlag in Kirkuk
Bei einem Anschlag auf einen US-Konvoi 40 Kilometer südwestlich der Stadt Kirkuk wurden drei amerikanische Soldaten getötet. Ein Sprengsatz sei unter ihrem Fahrzeug explodiert, sagte ein Sprecher des US-Kommandos in Bagdad.

Pachachi weist auf erhöhtes Terror-Risiko hin
Der Regierungsrats-Vorsitzende Pachachi wies unterdessen im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Eintreffen eines Teams von UN-Wahlexperten auf potenzielle Terror-Gefahren hin. "Bei solchen Anlässen besteht stets die Möglichkeit eines Anstiegs von terroristischen Aktivitäten", sagte der Politiker am Samstag auf einer Pressekonferenz in Bagdad. Die Delegation der Weltorganisation soll prüfen, ob allgemeine Wahlen vor der geplanten Übergabe der Macht an eine irakische Regierung am 1. Juli durchführbar sind. Sie wird nach Pachachis Worten "in den nächsten Tagen" in Bagdad erwartet. (apa)

31.1.2004 11:10