"Hadsch": 251 Tote bei Wallfahrt in Saudiarabien
- Massenpanik unter Pilgern in Mekka ausgebrochen
- Saudiarabiens König will heilige Stätten modernisieren lassen
Die Zahl der Todesopfer nach der Massenpanik unter Pilgern in der Nähe von Mekka (Saudiarabien) ist auf 251 gestiegen. Nach Berichten arabischer Fernsehsender vom Montag erlagen weitere Menschen ihren Verletzungen, die sie sich während der Hadsch zugezogen hatten. Saudiarabiens König Fahd ordnete die Einsetzung einer Kommission an, die sich um die Modernisierung der heiligen Stätten im Land kümmern wird. Vorsitzender soll der Minister für kommunale und ländliche Angelegenheiten, Prinz Muthib Ibn Abdelasis, werden, meldete die saudische Presseagentur SPA.
Die meisten Getöteten kamen nach Behördenangaben aus Asien, besonders hohe Opferzahlen hätten Indonesien und Pakistan zu beklagen. Jeweils rund ein Dutzend Opfer stammten aus der Türkei, Ägypten, Algerien, Indien und Bangladesch.
Zu dem tödlichen Gedränge unter den Pilgern war es am dritten Tag des wichtigsten islamischen Festes an der Jamarat Brücke in Mina nahe der heiligen Stadt Mekka gekommen. Dort werfen die Menschen Kieselsteine gegen drei hohe Pfeiler, die für sie den Teufel symbolisieren. Dutzende Pilger fielen dabei am Sonntag hin und wurden von anderen Gläubigen erdrückt. Die Sicherheitskräfte hatten große Mühe, nachdrängende Pilger zurückzuhalten. Die Brücke gilt als besonders gefährliche Stelle während der Hadsch-Feierlichkeiten.
In der Vergangenheit ist es bei der Hadsch immer wieder zu Unglücken mit Todesopfern gekommen, zuletzt waren 2001 mindestens 35 Pilger nach einem Massengedränge gestorben. 1990 kamen 1427 Menschen nach einer Massenpanik in einem Tunnel ums Leben.
(apa)
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