Neuer Terror: Anschlag auf Bus in Jerusalem!
- Selbstmord-Attentat: 11 Tote, über 50 Verletzte
- Explosion in der Nähe von Sharons Amtssitz!
·Erfolgreich!
Gefangenentausch: Israel - Hisbollah
Der Gefangenenaustausch zwischen Israel und der libanesischen Schiiten-Organisation Hisbollah wurde am Donnerstag von einem verheerenden Terroranschlag überschattet. Ein palästinensischer Selbstmordattentäter hat in einem Bus in Jerusalem unweit des Amtssitzes von Ministerpräsident Sharon elf Menschen mit in den Tod gerissen. Mehr als 50 weitere Fahrgäste und Passanten wurden verletzt.
Nach ersten Ermittlungen zündete der Attentäter einen sehr starken Sprengsatz, als der Bus von einer Haltestelle abfuhr. Zunächst gab es keine Bestätigung für Berichte arabischer Medien, wonach das Attentat wieder von einer Frau verübt wurde. Zu dem Attentat bekannte sich die Fatah-Splittergruppe "Al-Aksa-Märtyrerbrigaden". Die radikale Organisation Hamas hat den Selbstmordanschlag als Reaktion auf die israelische Armeeoperation in Gaza vom Vortag gerechtfertigt, bei dem neun Palästinenser getötet wurden.
Die palästinensische Autonomiebehörde verurteilte den Anschlag. "Dieser schreckliche Kreislauf kann nur mit der Erneuerung eines ernst gemeinten Friedensprozesses durchbrochen werden", sagte der palästinensische Unterhändler Sajeb Erakat. "Sonst gebiert Gewalt immer nur neue Gewalt." Es handelte sich bei diesem Anschlag um den ersten seit dem 25. Dezember vorigen Jahres. Damals kamen in Tel Aviv vier Menschen ums Leben.
Am Mittwoch hatte die israelische Armee Augenzeugen zufolge bei Gefechten mit bewaffneten Palästinensern in Gaza-Stadt mindestens acht Palästinenser getötet. Es waren die heftigsten Kämpfe seit einem Monat in der Region.
(apa)
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