Powell bei Putin: Differenzen zwischen Staaten heruntergespielt
- Angebot für Zusammenarbeit bei Erforschung des Mars
- Powell im Vorfeld über russische Demokratieentwicklung besorgt
·Powell zweifelt
Vielleicht doch keine Irak-Waffen
US-Außenminister Powell und der russische Präsident Putin haben sich am Montag bemüht, das Ausmaß der Differenzen zwischen beiden Staaten herunterzuspielen. Das Fundament der bilateralen Beziehungen sei so solide, dass Meinungsverschiedenheiten offen ausgeräumt werden könnten, sagte Putin zum Auftakt eines Treffens mit Powell in Moskau. Er bot eine Zusammenarbeit bei der Erforschung des Mars an.
In einem Leitartikel der Zeitung "Iswestija" hatte sich Powell zuvor besorgt über die Entwicklung der Demokratie in Russland geäußert. Darin kritisierte er vor allem, dass das "demokratische System in Russland noch nicht ganz die Ausgewogenheit zwischen Exekutive, Legislative und Judikative gefunden zu haben" scheint. "Die politische Macht ist noch nicht völlig an das Gesetz angebunden", schrieb Powell weiter. In Anspielung auf die Lage in Georgien bekräftigte er, die USA unterstützten "die Souveränität der russischen Nachbarn und ihr Recht auf friedliche und respektvolle Beziehungen über ihre Grenzen hinweg."
Bei dem Treffen mit Putin lobte Powell ebenfalls die stabilen Beziehungen zwischen beiden Staaten: Auf einigen Gebieten gäbe es Meinungsverschiedenheiten oder gar Streit, doch könnten diese inzwischen "in aller Offenheit" ausgetragen werden.
Putin gratulierte Powell zur bisher erfolgreich verlaufenden NASA-Mission auf dem Mars. In Anspielung auf die ehrgeizigen Weltraumpläne von US-Präsident Bush schlug er vor, bei der Erforschung des roten Planeten zusammenzuarbeiten. (apa)
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